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Papst Benedikt XIV. erlässt eine Konstitution, nachdem ihn
vielfältige Klagen über den Zustand der kirchlichen Gerichtsbarkeit
erreicht haben, ins...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1741-1750
1741 August 26
Druck, Papier
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Romae apud sanctam Mariam Maiorem die 26 Augusti 1741 pontificatus nostri anno secundo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Benedikt XIV. erlässt eine Konstitution, nachdem ihn vielfältige Klagen über den Zustand der kirchlichen Gerichtsbarkeit erreicht haben, insbesondere über die mangelnde Sorgfalt der delegierten Richter. Das Problem und die Lösung sind gleichermaßen alt. Bereits Bonifatius VIII. hat in seiner Dekretale Statutum de Rescriptis im Liber Sextus vorgeschrieben, dass nur Inhaber von Dignitäten von Stiften oder Kanoniker von Domstiften als delegierte Richter eingesetzt werden können. Die Verhandlungen sollen in ausgezeichneten, großen Städten stattfinden, wo Juristen vorhanden sind. In der 25. Session des Konzils von Trient, De Reformatione Kapitel 10, ist darüber hinaus beschlossen worden, dass jede Diözese mindestens vier qualifizierte Personen haben soll, denen die Fälle anvertraut werden können; andernfalls soll sich der Bischof an den Papst wenden und für die Entsendung geeigneter Richter sorgen. Da die in dreijährigem Turnus vorgeschriebenen Provinzialkonzilien nicht regelmäßig stattfinden, sollen die Bischöfe mit Rat ihrer Domkapitel für die Einsetzung neuer Richter sorgen. Nachlässigkeiten bei der Besetzung der Richter werden dem Papst nur zufällig bekannt. Der Papst legt fest, dass in Zukunft Bischöfe, die Richter für Provinzial- oder Diözesankonzilien ernennen, diese zuvor dem Papst namentlich mitteilen sollen, insbesondere wenn dies vor dem Konzilstermin geschieht. Dort, wo die Provinzial- oder Diözesankonzilien mit der Richterernennung seit längerer Zeit ausgefallen sind, sollen die Konzilien nun stattfinden und Richter ernannt werden; bis dahin sollen die Bischöfe mit Zustimmung ihrer Kapitel die Richter ernennen und dies dem Papst mitteilen. Wenn die Größe der Diözese es nicht verlangt, sollen gerade vier Richter ernannt werden. In Übereinstimmung mit den bisherigen Beschlüssen Bonifatius' VIII. und des Konzils von Trient sollen nur Dignitäten von Stiftskirchen oder Kanoniker von Domkirchen ernannt werden; darüber hinaus sollen sie geeignet sein (qualitas doctrinae). Die Mitteilung über die Ernennung soll durch eine Eingabe unmittelbar durch die Ortsbischöfe oder mittelbar durch deren Unterhändler an der Kurie erfolgen. Ausstellungsort: Rom, Sta. Maria Maggiore. Quamvis paternae vigilantiae. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2 und 3, Seite 4)
Die Urkunde wurde dem Bestand StaM Best. 94, Nr. 1041, f. 39-42 entnommen.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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