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Alzey: Kaufbrief über ein Haus in der Burggasse
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Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen >> 1 Orte, Buchstabe A >> 1.4 Alzey
1478 April 13
Kurpfalz
Ausfertigung, Pergament, Deutsch, 26,7 x 17,5 cm
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben off montag noch dem sontag Jubilate anno Domini millesimo quadringentesimo septuagesimo octavo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Alzey: Anthis von Heppenheim, Schultheiß zu Alzey (Alczey), Herbert von Wörrstadt (Werstat), Jung Henne von Ilbesheim (Ulvesheim), Endrys von Wörrstadt (Werstat), Johannes Krebs, Conrait Keller, Peter Kremer und Weintz Kremer, Gerichtsschöffen daselbst bekunden, daß vor ihrem Gericht des Jacob von Wörrstadt (Werstat) Witwe Gerhuse Nickel von Gau-Odernheim (Odernhem) mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern dem Pfalzgrafen Philips bei Rhein (Ryne, Herzog in Bayern (Beyern), des heil. röm. Reichs Erztruchseß und Kurfürst ihr Haus in der Burggassen als Eigen für 800 Gulden verkaufen, sich verpflichten etwa daraufstehende Gülten schadlos abzutun und dieses Haus in der Burggasse mit Hof und Zubehör, das hinten auf die 'Anthoniergasse' stößt, vor ihnen mit Hand und Halm dem Debold Brock(-en), Landschreiber zu Alzey, anstatt des Kürfürsten, auftragen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: an Pergamentstreifen anhängendes Wachssiegel des Ausstellers, braun, rund (4,9 x 4,9 cm)
Vermerke (Urkunde): Literatur: Eckhardt, Albrecht, Die älteren Siegel der Stadt Alzey, in: Becker, Friedrich K. (Hrsg.), 700 Jahre Alzey, Alzey 1977, S. 101 ff.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.