1439 März 6 (II. non. Martii) - Basel Das Basler Konzil (sacrosancta generalis synodus Basiliensis) gestattet auf Fürsprache des Edlen Herrn Konrad Herr von Weinsberg (baro de Weynsperg), Reichs[erb]kämmerer und von König Albrecht [II.] bevollmächtigter Protektor des Konzils, Abt Heinrich [VI.] von Schöntal und seinen Nachfolgern, innerhalb des Klosterbezirks feierliche Gottesdienste unter Inful und Mitra zu halten, bei öffentlichen feierlichen Prozessionen und Sitzungen Mitra, Stab, Ring und andere bischöfliche Insignien zu gebrauchen, nach der Messe dem Volk den feierlichen Segen zu erteilen, falls nicht ein Bischof oder ein Legat des Hl. Stuhls zugegen ist, Altartücher, liturgische Geräte (vasa), Kelche und Paramente zu konsekrieren, die im Kloster und in den diesem unterstellten Kirchen gebraucht werden, sowie den Mönchen seines Klosters die niederen Weihen zu erteilen. Ausf. Perg., lat. - Bleibulle abg., Reste der rot-gelben Seidenfäden anh. - U. auf der Plica rechts: No. de Viterbio, [Kanzleibeamter des Konzils], am rechten Rand: .R .d., Rückseite unter der Seidenschnur: B. Forster, Jo. Leonis - Taxvermerk unter der Plica links: 5000 (v mit Überstrich) fl, E. de Senis - Kv.: unter der Plica links: Mar[tii], rückseitig über der Seidenschnur: R[egistrata Jakob] Húglini, [Notar des Konzils] - Rv.: Privilegium Basiliensis synodi ex parte infulae etc.; Ad instantiam Conradi baronis de Weinsberg consilii protectoris Lit.: Lebensbeschreibungen der Aebte von Schönthal von B[artholomäus] Kremer S. 157 Nr. 26; - Rückert, Von der frommen Adelsstiftung S. 33.