Hermann Ferwer, Pfarrer zu Leinach, und Johann von Schweinfurt, Burgkaplan zu Wertheim, schlichten die Misshelligkeiten zwischen Graf Johann zu Wertheim und dem Vikar Lodewig zu St. Sebastian in der Pfarrkirche zu Wertheim über die Burgkapelle zu Freudenberg und die St. Michelskapelle bei Kirschfurt. Der Graf soll dem Vikar Lodewig anstatt der beiden Kapellen die Pfarrei zu Hasloch geben, die der Vikar persönlich von Wertheim aus zu versehen hat, indem er dort wöchentlich 2-3 Messen liest. Von den Einkünften der St. Michelskapelle hat Lodewig nichts mehr zu beanspruchen; sie werden für deren Pfründe angelegt. Die bis dato fälligen Einkünfte der Burgkapelle zu Freudenberg aber, zumal was von gräflicher Seite davon vereinnahmt worden ist, gehören Lodewig. Was er den beiden Kapellen gestiftet hat, davon soll er die Zinsen -3 d auf Martini- lebenslänglich genießen, wonach sie der Kapelle heimfallen. Über die Stiftungen soll Lodewig eine besiegelte Urkunde mit genauer Aufzählung geben (s. StAWt-G Rep. 14 Lade XIX Nr. 53, 13. Juli 1416).