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Fotografie eines Geschlechtsorgans
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Contentwarnung: Diskriminierende Beschreibung von Intergeschlechtlichkeit
Schwarz-Weiß-Fotografie, auf der in Nahaufnahme die äußeren Geschlechtsorgane einer Person zu sehen sind. Die Aufnahme erfolgte frontal. Oberhalb des Intimbereichs sind zwei Hände zu sehen, die – vermutlich zur Präsentationszwecken – mit den Fingern das Geschlechtsteil arrangieren.
Da es sich hier um eine explizite Darstellung eines Geschlechtsorgans handelt und sich nicht mehr nachvollziehen lässt, unter welchen Umständen und zu welchen Bedingungen das Foto entstanden ist, erfolgt die Ansicht nicht in Klarform.
Kontext:
Im Text, auf den die Bildunterschrift verweist, ist zu lesen: „Zuweilen erblicken auch bei uns Menschen das Licht der Welt, die von Vater und Mutter ein gleiches Maß Geschlechtlichkeit mitbringen.
Den unerfahrenen Eltern gelingt es da nicht, zu sagen, ob der Himmel ihnen einen Sohn oder eine Tochter geschenkt hat – sie entscheiden sich also nach einigem Zögern dazu, das Kind als Knaben aufzuziehen, wenn männliche Geschlechtsanzeichen vorherrschen, und im anderen Falle als Mädchen. In späteren Jahren, vielleicht wenn die Pubertät beginnt, stellt sich dann heraus, daß das Mädchen in Wahrheit ein Junge ist, und daß, in groben Zügen gesprochen, etwa die Scheide blind endigt und ein kleines Glied vorhanden ist, aus dem völlig normale Spermatozoen (zeugungsfähiger Same) kommen können.
Ebenso kann ein Junge sich schließlich als Mädchen entpuppen, bei dem z. B. der stark hervorragende Bürzel für ein männliches Glied und die eng aneinander gelagerten Genitalwülste für einen Hodensack gehalten wurden. In vielen Fällen ist die Einordnung in die Klasse der Männer oder Mädchen aber tatsächlich auch dem Arzt unmöglich, weil es Menschen gibt, deren sexus incertus ist, d. h. deren Geschlecht unbestimmbar ist. Das sind Irrtümer, Rückschläge der Natur – Geschlechtsübergänge an Stelle der Geschlechtsunterschiede.“ (siehe Levy-Lenz, Ludwig (1931): Hexenkessel der Liebe, Lykeion, S. 190)