Schultheiß und Gericht zu Kürnbach (Kurmbach) beurkunden, daß vor ihnen als dem zuständigen Obergericht für ein vor einem gemeinen Obmann in Aussicht genommenes Schiedsgericht auf Klage der ehrsamen weisen Diethmar Aschma(n), Vogt zu Brackenheim (Brackenhein), und Bartholomäus Lutz, Forstmeister am Stromberg (Stronberg), beide bevollmächtigte Anwälte des Gf. Eberhard d.Ä. v. Württemberg, Hans Deüninger (Zimmermann, dem Pfgf. zugehörig), Jörg Berchtold, Hans Hornung (Hornung) d.A., Hans Rot (Leibeigener des Junkers v. Sternenfels), Jakob Becker (nach Eppingen gehörig), Lenhart Hornung (Hornüng) (ist des Junkers Konrad v. Sickingen), Hans Burckhart (ist der Göler), Erhart und Konrad Süter (sind beide der Herren von Maulbronn), Bertsch Michel, Aberlin Schütz und Berchtold Hornung (Hornüng), sämtlich zu Leonbronn (Lenbronn), Hans Ulrich (ist der Herren von Maulbronn), Christoffel Schüsßler (ist pfalzgräfisch), Jakob Haber, Hans Stirner (ist der Junker v. Sternenfels), Hans Heffner, Martin Hertz (ist deren von Maulbronn) und Ulrich Strit, sämtlich zu Sternenfels, sowie Bertsch Gebrat (Gebratt) (ist der Junker v. Neipperg, sitzt hinter Eberhard v. Sternenfels), Heinrich Köl (ist des Junkers Schwickert v. Sickingen, sitzt hinter Junker Bernhard v. Sternenfels), Daniel Wörtz (Wiertz), Hans Knoll (ist der Herren von Alb), Jakob Wiertz, Berchtold Kolb (ist des Herzogs Ott) und Hans Weber (Wöber), sämtlich zu Kürnbach (Kurmbach), 3e mit Angabe ihres Alters Kundschaft gegeben haben anläßlich der Spänne zwischen Württemberg, dem Pfgf. Philipp bei Rhein und dem Kl. Maulbronn (Mulbrun, Mulbronn) wegen des Wildfangs auf dem Ochsenberg, an Kürnbacher Steig gen. Pfaffensteig, in der Kraich, vor dem Büchwald, am langen Rein, an Eppinger Hard, am Eschelberg, am Kelbach und am Michelbacher Weg: Seit alters her haben die Junker v. Sternenfels - namentlich Eberhard d.A. und Hennel v. Sternenfels, z. T. gemeinsam mit Klaus v. Gemmingen und Hans v. Gemmingen - in ihrer Pfandschaft den Wildfang von wegen der Herrschaft Württemberg ohne Beeinträchtigung innegehabt, während die Pfalzgrafen keinerlei Gerechtigkeit gehabt haben und Zuwiderhandlungen von den Junkern v. Sternenfels nicht gelitten worden seien; gegen den zuwiderhandelnden Junker Hans v. Gemmingen vor 11 Jahren seien die württ. Forstknechte eingeschritten.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Baden-Württemberg
Objekt beim Datenpartner
Loading...