Paul Bauer von Öllingen [Alb-Donau-Kreis] bekennt, dass ihm die Pfleger Daniel Besserer von Talfingen [Obertalfingen Stadt Ulm] und Franz Ritter sowie der Hofmeister Georg Löhlin ("Lehlin") des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] einen Hof des Spitals in Öllingen, den zuvor sein verstorbener Vater Thomas Bauer bewirtschaftet hat [vgl. A Urk. lfd. Nr. 4231 von 1600 November 24], zu Erbrecht verliehen haben. Er verpflichtet sich, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten und dem Spital davon jährlich 4 Imi Kernen, 12 Imi Roggen und 16 Imi Hafer Ulmer Maß, 1 Pfund und 11 Schilling Heller Heugeld, 6 Herbsthühner und 2 Fastnachtshühner nach Ulm zu liefern. Er kann sein Erbrecht an dem Hof an geeignete Personen veräußern, die auch den Pflegern und dem Hofmeister genehm sind. Kommt es auf diese oder eine andere Weise zu einem Besitzerwechsel, dann stehen dem Spital von dem bisherigen Inhaber 4,5 rheinische Gulden Weglöse und von dem neuen Besitzer dieselbe Summe als Handlohn zu. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben oder unsachgemäßer Bewirtschaftung können Pfleger und Hofmeister ihn oder seine Erben zwingen, ihr Erbrecht zu veräußern und den Hof zu verlassen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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