In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Thyrolff Stange, Johann (Hans) Reysze und Wyprecht Bersch
bekunden für sich und ihre Erben, dass ihnen Heinrich [von Kranlucken],
Abt von Fulda, m...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1361-1370
1366 Juli 7
Ausfertigung, Pergament, drei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Nach Cristis gebuert dryzenhuendert iar in dem sehs und sechzigistin iare an Dinstage vor sent Margareten tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Thyrolff Stange, Johann (Hans) Reysze und Wyprecht Bersch bekunden für sich und ihre Erben, dass ihnen Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, mit Zustimmung des Dekans Dietrich und des Konvents von Fulda das Dorf Zellingen zum Wiederkauf verkauft hat. Im Folgenden ist darüber eine Urkunde inseriert. Thyrolff, Johann und Wyprecht geloben und schwören bei den Heiligen, einem Wiederkauf nicht zu widersprechen. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1366 Juli 7: Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, bekundet, dass er mit Zustimmung des Dekans Dietrich und des Konvents von Fulda Thyrolff Stange, Johann (Hans) Reysze und Wyprecht Bersch das Dorf Zellingen mit allen Leuten, Rechten und Einkünften und allem Zubehör zum Wiederkauf verkauft hat; dazu gehören auch die freien fuldischen Leute, die dort ansässig sind. Ausgenommen vom Verkauf ist das Herbergsrecht, das Abt und Konvent bei Bedarf in Anspruch nehmen können. Die Kaufsumme beträgt 300 Pfund Heller Fuldaer Währung. Jährlich können die Käufer die Leute der Jahreszeit und ihrem Einkommen entsprechend besteuern; die Armen dürfen dadurch aber nicht überbelastet und verdrängt werden. Die Armen sollen unter dem Schutz der Käufer stehen. Die Gewohnheiten und Rechte des Abtes und des Stifts sollen beachtet und gewahrt werden. Hierzu können die Käufer auch auf die Unterstützung von Abt und Kloster zählen. Der Wiederkauf ist für die nächsten achteinhalb Jahre ausgeschlossen. Danach muss er ein Vierteljahr vorher vom Abt angekündigt werden. Die Käufer müssen die Rückabwicklung des Geschäfts ein halbes Jahr im Voraus ankündigen, können aber auch vor Ablauf der achteinhalb Jahre ihr Geld zur Hälfte oder ganz durch Rückgabe des halben oder des ganzen Dorfes erhalten. Sollten die Käufer ihr Geld nicht vom Abt bekommen, haben sie die Möglichkeit, das Dorf an einen ihrer Genossen, der auch Lehnsmann des Klosters ist, zu den gleichen Bedingungen zu verkaufen. Hierüber wird der Abt dann ebenfalls eine Urkunde ausstellen, auch vor Ablauf der achteinhalb Jahre. Die neuen Käufer müssen dann wiederum dem Abt über das Rechtsgeschäft Urkunden ausstellen. Siegelankündigung des Abtes Heinrich und des Dekans Dietrich mit dem Konvent von Fulda. (Nach Cristis gebuert dryzenhundert iar in dem sehs und sechzigistin iare an Dinstage vor sent Margareten tage). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Thyrolff Stange, Johann Reysze, Wyprecht Bersch
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 434, f. 115r-115v
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.