Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Verschiedenes
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
VI. HA, Nl Adhemar, H. d Adhemar, Honneste d' (Dep.)
Adhemar, Honneste d' (Dep.) >> Archivalien
1753 - 1764
Enthält: a) Briefe und Auslassungen
1. schreibt von Berlin aus an einen gewissen M., daß und wie er sich um seine Pferde kümmern solle; sein Kutscher werde ihm zur Hand gehen; Mitte des Monats werde voraussichtlich die Abreise nach Bayreuth von statten gehen. Im Winter solle man die Beine der Pferde mit lauwarmem und nicht mit kaltem Wasser waschen, worauf er ausdrücklich hingewiesen haben wolle, 1753 (Bl. 178)
2. ein Brief, der zweifellos an Voltaire gerichtet sein dürfte und auf das Zerwürfnis zwischen diesem und Friedrich eingeht; große Männer hätten Eigenarten und Schwächen und seien empfindlich und damit müsse man rechnen; wenn man sie aber liebe, dann gäbe es auch ein Vergessen; man müsse ihnen nur Zeit lassen, ein Unrecht einzusehen, oder ihnen eine passende Gelegenheit bieten, es ungeschehen zu machen; es sei richtig gewesen, die Pension zurückzuschicken, doch auch dies ließe sich sicher arrangieren par quelque parole gracieuse; Grüße des Maggrafen und der Markgräfin, die, wenn es ihre Gesundheit erlaube, nach Berlin zu Friedrich fahren werde, 1753 (Bl. 179)
3. Fragment (nur zwei Zeilen, deren Inhalt darauf hinweist, daß sie an Leslie gerichtet sind oder wurden - vergl. II a), 1764 (Bl. 180)
4. an seinen Bruder über die Erbschaftsangelegenheit; er habe ihm durch Leslie und Prugnon die Hälfte des Erbes zugesagt; warum nun also Unklarheiten; er (d'Adhemar) sei in einer bedrängten Lage, da er sich auf Versprechungen des Markgrafen ein Haus habe [baue]n lassen, d.h., es sei erst halb fertiggestellt, wofür er von der Stadt auch noch einen Kredit bewilligt erhalten habe. Der Markgraf habe ihm 15000 Taler zugesagt, sei aber böse geworden, als er von ihm darüber ein diesbezügliches Schriftstück erbeten habe. Nun sei er gestorben und das Versprechen mit ihm; der Kredit und ein halbfertiges Haus aber bedeuteten einen trostlosen Zustand; daher werde er sein dringliches Verlangen verstehen; eine Kommission habe die finanziellen Dinge überprüft und seine Einkünfte, obwohl er schon so viel verloren habe, von 4000 kleine Gulden auf 2000 reduziert; er solle also notfalls einen Kredit aufnehmen, wozu er verschiedene Vorschläge macht, um ihm so schnell wie möglich zu helfen. Der 8 Seiten lange Brief bricht dann mitten im Text plötzlich ab, 1764 (Bl. 181/2)
5. ist eine Woche früher datiert und auch an seinen Bruder gerichtet und stimmt textlich mit dem unter 4) überein, doch liegen hier nur 4 Seiten vor; er dürfte nicht abgegangen sondern durch den unter 4) ersetzt worden sein, 1764 (Bl. 183)
6. an jemand gerichtet, den er 'mon cher panpan' anredet; er beklagt, daß seine Mutter zu keinem vernünftigen Entschluß zu seinen Gunsten komme, ja ihre substitution sei gradezu verhängnisvoll; beklagt weiter das Fehlen jeder Nachricht (auch sein Bruder habe nicht geantwortet); hofft, daß dieses Schreiben nicht das gleiche Schicksal finde und nicht beantwortet werde, o. D. (Bl. 184)
7. Aufstellung der Kosten für die Ordensverleihung an die beiden Beausobre; er habe geglaubt, daß die Aufstellung breits vom Registrator übermittelt gewesen sei, schicke sie nun aber anbei (an D`Hennenberg, Kgl. Minister in Cassel), o. D. (Bl. 185)
8. Fragment: ein Briefschluß mit einigen Versen, o. D. (Bl. 186)
b) Besonderes:
1. Vereinbarung über die d'Adhemar bewilligte Pension aus dem Jahre 1761 mit einem Zusatz von D'Hennenberg aus dem Jahre 1764; zu 1) gezeichnet mit Friedrich, 1761 (Bl. 187)
2. Brief an den Minister Ibrahim aus Erlangen, gezeichnet M.V.: ein gewisser Preißmeier müsse unter allen Umständen verschwinden; d'Adhemar habe seine Unterstützung hierzu zugesagt; der Minister wird über den grünen Klee gelobt, 1759 (Bl. 188)
3. Verse (6 Blatt), 1 Schuldenaufstellung, o. D. (Bl. 189/98)
4. Notiz zu der Bucherscheinung 'Le patriote anglais', übersetzt von La Roche in Lyon, o. D. (Bl. 197)
5. Tagebuchnotiz [Friedrich Karl von Hardenbergs von seiner Parisreise 1741?] über ein Treffen mit Herrn und Frau Knight; danach das Luxembourg besucht; Anmerkungen über die Gallerie, die von Pierre Paul Rubens 1629-31 gemalt wurde und die symbolische Geschichte des Lebens der Maria von Medici darstellt, o. D. [um 1741-1743] (Bl. 198) (eventuell Zusammenhang zu "Hardenberg´sches Familien- und Gutsarchiv Lietzen Nr. 1486")
6. eine Notiz betreffend einen Infanteriehauptmann de Fitzgerald, o. D. (Bl. 199)
7. der Verfasser der 'Ode auf den Frieden' dankt M. Piron für die wohlwollende Kritik seines Gedichts, betont aber, daß sie nicht als Druck vorgesehen sei, o. D. (Bl. 200)
8. genealogische Anmerkung zu einem Hungaricus Chef des Albigeois, o. D (Bl. 201)
9. ein Gedicht in lateinischer Sprache auf die Grotte zu Richmond, in der sich die Statuen von Isaac Newton, Samuel Clarke, John Locke und des Erzbischofs Tillotson befinden, o. D. (Bl. 202)
10. Fragment: man müsse auch die schönen Wissenschaften kennen; Caesar war ein Weiser, bevor er General wurde und war nicht weniger General deswegen; im Text findet sich die Anrede 'mon cher frère' und der Wunsch, daß der Neffe alles das besitzen möge, was dem Schreiber fehle; da jener im Kadettenkorps sei, dürften Reiten und das Waffenhandwerk die notwendigsten Beschäftigungen sein; das Voltigieren sei wegen seiner Gefährlichkeit weniger ratsam; vom Tanzen halte er nicht viel, und er sei fast der gleichen Ansicht wie Herr Rousseau aus Genf;ein Zuviel an Genüssen lenke vom Nützlichen ab und grade dieses bereite das Vergnügen von Dauer, o. D. (Bl. 203)
11. ein Notariatsakt über die Heirat der Cathérine Marsane in lateinischer Sprache, o. D. (Bl. 204)
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.