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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Kriegsministerium >> Kommandobehörden
1814-1871
Überlieferungsgeschichte
1872 in die Registratur des Kriegsministeriums.
Inhalt und Bewertung
Enthält: Amtsbücher (Aktenverzeichnisse, Geschäftstagebücher, Kassenhauptbuch), Serienakten (v. a. Weisungen und Meldungen an den Generalquartiermeisterstab, Befehle und Meldungen des Generalquartiermeisterstabs) und Sachakten zu folgenden Betreffen: Organisation und Fachverwaltung (v. a. Innerer Dienst, Ausbildung, Rekognoszierungsreisen, Manöver und taktische Übungen, Mobilmachungsfragen, Militärwesen des deutschen Bundes, Statistik, Verkehrs- und Nachrichtenwesen, Gutachten); Offiziersbildungsanstalt, Kriegsschule; Guidenabteilung; Pionierkorps; taktische Abteilung.
Zur Geschichte des Generalquartiermeisterstabs: "Generalstab heißt ein in jeder größeren Armee bestehendes Korps besonders befähigter und vorgebildeter Offiziere, die zu Gehilfen der Heerführer und Generale bestimmt sind". Ein Generalstab in diesem modernen Sinne entstand in Württemberg nach bescheidenen Anfängen des 17. Jahrhunderts erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Wie in Preußen und in anderen Staaten erhielt er die Bezeichnung Generalquartiermeisterstab - eine Bezeichnung, die sich wohl von den Quartiermeistern, d.h. den mit der Aufsuchung der Lagerplätze, der Absteckung der Lager und dgl. beauftragten Offizieren, ableitet. Personal und Bedeutung des württembergischen Generalquartiermeisterstabs nahmen schon in den Kriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu, erst gegen Ende der napoleonischen Ära entschloss sich aber König Friedrich zu seiner grundlegenden Reorganisation. Sie beruhte auf entsprechenden Verschlagen des Generalquartiermeisters v. Varnbüler vom Dezember 1815 und trat auf 1. Januar 1816 in Kraft. Ihr Kern war die Zusammenziehung der den Generalstab bildenden Offiziere in Ludwigsburg, die Umformung des Generalquartiermeisterstabs zu einer "Bildungsanstalt sowohl für denselben als für eine Anzahl anderer Offiziere", die Einstellung und Ausbildung von Feldingenieuren (Oberguiden) sowie die Vereinigung des "topographischen Faches" mit dem Generalquartiermeisterstab, d.h. die Übernahme von Gulden aus dem Ludwigsburger Militär-Erziehungshaus bzw. Militär-Waisenhaus zu "militärischen und oeconomischen Vermessungen aller Art". Außerdem wurde 1815 eine Anzahl von Pionieren vom Garnisons-Regiment Nr. 12 zum Generalquartiermeisterstab kommandiert. Aus ihnen wurde 1817 eine Pionier-Kompanie (ab 1824: Pionierkorps) gebildet, die ebenso wie die 1820 neu gegründete Offizierbildungsanstalt dem Generalquartiermeisterstab unterstellt wurde. In erster Linie wurde angestrebt, dass "die erforderliche Anzahl Offiziere zur Führung des Geschäftsgangs beim General-Stab gebildet und verwendet werden seilten, um unter den Befehlen des Generals den Gang der Kriegsoperation zu leiten". Wie die Ausbildungspläne und Aktivitäten des Generalquartiermeisterstabs zeigen, sollte ein Korps von Offizieren herangezogen werden, die in den Kriegswissenschaften, der Kriegsgeschichte, der Truppenführung, der Terrainlehre sowie in der Kenntnis der eigenen wie fremden Truppen besonders ausgebildet und qualifiziert waren. Nicht weniger wichtig schien aber die Ausbildung der Gehilfen und technischen Truppen, die die Generalstabsoffiziere zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigten. Die innere Organisation des Generalquartiermeisterstabs und die Bezeichnung seiner dabei gebildeten Abteilungen Wechselten so oft, dass hier nicht auf Einzelheiten eingegangen werden kann. Relativ konstant blieb aber die Einteilung in eine Taktische und In eine Technische (bzw. seit 1842 Ingenieur-) Abteilung, die - bis 1837 allerdings nur faktisch - beide von je einem dem Kommando des Generalquartiermeisterstabs unterstehenden Stabsoffizier befehligt wurden. Auch die Personalstärke des Generalquartiermeisterstabs unterlag starken Schwankungen, umfasste aber etwa nach dem Etat von 1815: 1 Generalquartiermeister (im Rang eines Generalmajors), 1 Generalquartiermeisterleutnant (im Rang eines Stabsoffiziers), 19 Stabs- und Subalternoffiziere (davon 10 zugeteilte Leutnants), 2 Fouriere, 2 Oberguiden und 4 Gulden als Unter-Offizierkorps sowie 51 Pioniere (1 Leutnant, 3 Unteroffiziere, 3 Ober-Pioniere, 1 Tambour, 40 Mann). Dienstsitz des Generalquartiermeisterstabs waren zunächst zwei verschiedene, zum Privateigentum König Friedrichs gehörige Hauser in Ludwigsburg (darunter das ehemalige Zellersche Haus in der Schorndorfer Straße), seit 1816 nach dem Regierungsantritt König Wilhelms I. der sogenannte Prinzenbau des Ludwigsburger Schlosses. Nach 1827 und noch vor 1829 bezog der Generalquartiermeisterstab das Hahnsche Haus (das spätere Kriegs-Schulgebäude in der heutigen Mömpelgardstraße 24), um im Sommer 1831 in das benachbarte Mauclersche Haus überzuwechseln. Vielleicht nur vorübergehend, wahrscheinlich aber dauernd blieben jedoch Teile des Hahnschen Hauses weiterhin dem Generalquartiermeisterstab überlassen, der schließlich im Sammer 1845 im Zusammenhang mit einer Erweiterung der Offizierbildungsanstalt für deren Zwecke zusätzlich zum Mauclerschen Haus das ganze Hahnsche Haus übernehmen konnte. Das Mauclersche Haus bildete bis zur Auflösung des Generalquartiermeisterstabs 1871 dessen eigentliches Dienstgebäude; zeitweise waren er bzw. Teile von ihm aber auch anderweitig untergebracht. Nachdem dem Ingenieurkorps und dem Pionierkorps bereits 1857 Ulm als neue Garnison zugewiesen worden war, übersiedelten im August 1865 auf Grund einer königlichen Ordre vom Oktober 1864 auch Kommando und Taktische Abteilung des Generalquartiermeisterstabs samt Guldenkorps, Bibliothek und Kartensammlung in die Feldjägerkaserne bzw. in das Albissersche Haus in Stuttgart. In Ludwigsburg verblieben demnach - unter der Bezeichnung "Taktische Abteilung des Generalquartiermeisterstabs" - nur "die für den Unterricht an der Kriegsschule erforderlichen Offiziere, die nicht verwendeten jüngeren und etwaige kommandierte Offiziere sowie der 2. Fourier". Bereits Im Oktober 1865 wurde der Generalquartiermeisterstab aber wieder nach Ludwigsburg zurückverlegt. Eine erneute Verlegung - allerdings nur des Kommandos des Generalquartiermeisterstabs - nach Stuttgart fand 1868 statt, als v. Suckow die Ämter des Generalquartiermeisters und des Militärreferenten im Kriegsministerium in seiner Person vereinte. "Die Kanzlei des Generalquartiermeisterstabs mit dem notwendigen Teil der Registratur und dem erforderlichen Mobiliar" wurden ins Gebäude des Kriegsministerium überführt, kamen aber Im April 1870 nach der Ernennung des Oberstleutnants v. Triebig zum Generalquartiermeister wieder nach Ludwigsburg zurück. Der Aufbau des Generalquartiermeisterstabs war hauptsächlich das Werk der beiden ersten Generalquartiermeister, der Generalmajore v. Varnbüler und v. Bargeld. In ihrer Amtszeit wurden der Arbeitsstil und die Stellung des Generalquartiermeisterstabs innerhalb des württembergischen Heeres entscheidend festgelegt. Wie sie gehörten auch ihre Nachfolger zur Elite des württembergischen Offizierkorps und stiegen wiederholt in das Amt des Kriegsministers auf. Zu ihnen zählte v. Suckow, der seit 1870 als Kriegsminister maßgeblich auf die Eingliederung des württembergischen Kontingents in das Heer des Deutschen Reichs hinwirkte, damit zugleich aber auch die Auflösung des Generalquartiermeisterstabs herbeiführte. Denn als Folge der Militärkonvention vom 21./25. November 1870 wurde durch Verfügung des Kriegsministeriums vom 13. November 1871 der Generalquartiermeisterstab aufgelöst. Im Gegensatz zu Bayern besaß Württemberg fortan keinen eigenen Generalstab mehr, vielmehr trat an seine Stelle der Generalstab des XIII. Armeekorps, der als Truppengeneralstab Teil des Großen Generalstabs bildete. Bestehen blieben nur noch zur Abwicklung der Geschäfte des Generalquartiermeisterstabs und zur Fortführung einiger der mit dem Amt des Generalquartiermeisters eng verbundenen Aufgaben das Generalstabsdepot (bis April 1876), die aus der Offizierbildungsanstalt hervorgegangene Kriegs- bzw. Kadettenschule (bis Mai 1874) und die Militär-Examinationskommission (bis Frühjahr 1877)
Zur Geschichte und Ordnung des Bestandes: Eine der Aufgaben des Generalstabsdepots war die Verwaltung der Registratur des Generalquartiermeisterstabs. Sie wurde im Winter 1871/72 durch den im November 1871 ernannten Vorstand des Depots, Hauptmann Paul (v.) Schill, geordnet und noch vor seiner Kommandierung nach Preußen (im April 1872) mit den dazugehörigen Verzeichnissen dem Kriegsministerium übergeben. Label kamen die Geheimakten des Generalquartiermeisterstabs an das Zentralbureau, die übrigen Registraturteile an die Militär-Abteilung. Die Zerreißung der Registratur des Generalquartiermeisterstabs, die damit begann, wurde dadurch begünstigt, dass sie in sich nicht einheitlich war, sondern mehrere Registraturschichten und -körper umfasste. Zu Beginn ihrer Einrichtung war sie offensichtlich als in mehrere "Fächer" gegliederte Serienaktenregistratur konzipiert worden, wobei die einzelnen Serien sowohl nach geschäftstechnischen Prinzipien wie nach dem Korrespondenzprinzip gebildet worden waren; daneben entstanden aber auch Sachakten und Sachaktenansätze. Sehr wahrscheinlich 1859 stellt man dann die Registratur konsequent auf das Sachaktenprinzip um. Die neue Sachaktenregistratur umfasste indessen sowenig wie die frühere Serienaktenregistratur alles beim Generalquartiermeisterstab verwahrte oder erwachsene Schriftgut. Denn neben diesen beiden Hauptregistraturen bestanden schon früh besondere, ihr nicht integrierte Registratur Körper. Zu nennen sind die Geheimakten, die Bundesmilitärakten (einschließlich der Akten der Lokalkommission Ulm), die militärwissenschaftlichen und kriegsgeschichtlichen Arbeiten des Generalquartiermeister-Stabs und das Schriftgut der Militär-Studien- und Prüfungskommission, die heute alle je eigene Bestände bilden, sowie die Berichte über Instruktions- und Rekognoszierungsreisen des Generalquartiermeisterstabs und die kurze Zeit bestehende Sonderregistratur der Taktischen Abteilung, die beide dem vorliegenden Bestand integriert sind. Außerdem verwahrte man in der Registratur des Generalquartiermeisterstabs die sog. "Feldzugsakten" anderer Behörden (vor allem der Geheimen Kriegskanzlei und des Kriegsministeriums) und von Truppen, die als Quellen für kriegsgeschichtliche Arbeiten an den Generalquartiermeisterstab ausgeliehen worden waren, schriftliche Nachlässe einiger früherer Generalquartiermeister und Generalstabsoffiziere sowie die Akten der mit dem Generalquartiermeisterstab organisatorisch eng verbundenen Offizierbildungsanstalt bzw. Kriegsschule. Soweit feststellbar, kam dieses ganze Schriftgut vor April 1872 an das Zentralbureau und die Militär-Abteilung des Kriegsministeriums und von hier in das 1907 gegründete Kriegsarchiv. Wie die übrige vor 1870/71 erwachsene schriftliche Überlieferung des württembergischen. Militärs wurde es nach dem Ersten Weltkrieg als Eigentum des württembergischen Staates anerkannt. Es blieb aber zunächst noch als Depositum bei der 1921 neu errichteten Reichsarchivzweigstelle Stuttgart, bis es 1930 von der württembergischen Archivverwaltung zurückverlangt und In das Staatsarchiv Ludwigsburg überführt wurde. Aus unbekannten Gründen blieben dabei einige Archivalien - vor allem Unterlagen über die Instruktions- und Rekognoszierungsreisen des Generalquartiermeisterstabs - zurück und bildeten später im Heeresarchiv Stuttgart, dem Nachfolgearchiv der Reichsarchivzweigstelle, einen Teil des Bestandes M 1/11 (Kriegsarchiv). Erst mit den übrigen Beständen des Heeresarchivs gingen auch sie 1945 in den Besitz der württembergischen Archivverwaltung über. Das beim Generalquartiermeisterstab erwachsene und verwahrte Schriftgut dürfte 1871/72 nach einigermaßen geschlossen beieinander gewesen sein. Bereits damals oder wenig später waren aber die alten Registraturzusammenhänge nicht mehr erhalten, wie sich aus dem Repertorium der Altregistratur des Kriegsministeriums (Büschel 222 des früheren Bestandes E 27I Kriegsministerium) ergibt. Diese Zusammenhänge gingen später als Folge der immer von neuem begonnenen, aber nie konsequent zu Ende geführten Ordnungs- und Verzeichnungsversuche des Kriegsministeriums, des Kriegsarchivs, der Reichsarchivzweigstelle Stuttgart, des Heeresarchivs Stuttgart und des Staatsarchivs Ludwigsburg noch weiter verloren. Soweit die schriftliche Überlieferung des Generalquartiermeisterstabs nicht bei einzelnen Kassationen verloren ging, war sie daher zu Beginn ihrer jetzigen Neuordnung auf eine Vielzahl van Beständen verteilt. Ihr Hauptteil fand sich in den bisherigen Beständen E 271 (Kriegsministerium), E 279 (Registraturbücher der obersten Militärbehörden) sowie in dem in der 1937 erschienen "Gesamtübersicht über die Bestände der staatlichen Archive Württembergs" von K. O. Müller nicht erwähnten Bestand "Aufbau und Organisation". Daneben waren aber mehr oder weniger umfangreiche Teile noch folgenden Beständen eingeordnet gewesen: den früheren Beständen L 64 (Stammlisten), E 284 (Feldzugsakten), E 289 (Stammrollen und Nationalbücher der Regimenter und Truppenteile), E 292 (Rechnungen der Militärverwaltungsbehörden), den in der Gesamtübersicht von K. O. Müller nicht erwähnten Beständen "Kriegsakten 11/111", "Kriegsakten 111/5", "Festungen", "Militärbeamten", "Bekleidung und Ausrüstung", "Kasernen", "Generalquartiermeister-Stab", "Kriegsschulen" und "Sonstige Militärakten" sowie dem Bestand M 1/11 (Kriegsarchiv) Dass beim weiteren Fortgang der Ordnung und Verzeichnung der Bestände der Abteilung Militärarchiv noch einzelne versprengte Stücke zum Vorschein kommen werden, ist nicht auszuschließen. Von einigen Akten im Bestand E 276b (Kriegsschule) abgesehen, dürfte aber durch die jetzt abgeschlossenen Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten der Großteil des erhalten gebliebenen Schriftguts des Generalquartiermeisterstabs wieder vereinigt sein. Wegen der ihm zugrundeliegenden unterschiedlichen Strukturprinzipien und wegen der verschiedenen Betreffe empfahl sich allerdings eine Gliederung in folgende Bestände: -E 284 a Generalquartiermeisterstab -E 284 b Geheimakten des Generalquartiermeisterstabs -E 284 c Bundesmilitärakten des Generalquartiermeisterstabs -E 284 d Militärwissenschaftliche und kriegsgeschichtliche Arbeiten des Generalquartiermeisterstabs -E 284 e Generalstabsdepot -E 284 f Militär-Studien und Prüfungskommission -E 284 g Handakten und Nachlässe der Generalquartiermeister. Der vorliegende Bestand gliedert sich in zwei Teile: die Serienaktenregistratur aus den Jahren 1815 - 1859 und die Sachaktenregistratur, die hauptsächlich das in den Jahren 1859 - 1871 erwachsene Schriftgut umfasst, der aber vor allem aus Gründen der leichteren Benutzbarkeit des Repertoriums auch die wenigen vor 1859 entstandenen und teils nach 1859 fortgeführten Sachakten eingeordnet wurden. Wenngleich an mehreren Stellen Korrekturen und Ergänzungen nötig waren, so konnte doch der Ordnung beider Registraturschichten jeweils der Plan zugrundegelegt werden, nach dem die Serien bzw. Sachakten, ursprünglich angelegt worden sind. das gilt auch für die im Anhang verzeichneten Akten der Taktischen Abteilung, die zwar über Jahrzehnte hinweg als eigene Abteilung des Generalquartiermeisterstabs bestand, auf Grund der oben geschilderten Organisation des Generalquartiermeisterstabs aber nur in den Jahren 1865 und 1868 - 1870 eine eigene Registratur anlegte. Angaben über alte Signaturen (Sign.) werden im Repertorium dann gemacht, wenn sie den Akten selbst entnommen oder anhand des alten Registraturplans (Büschel 1 des Bestandes) erschlossen werden können. Im letzterem Fall werden sie in eckige Klammern gesetzt (z. B. bei Büschel 532).Ähnlich wird verfahren, wenn Signaturen auf den Schriftstücken eines Büschels oder auf dem zugehörigen Aktenumschlag nur unvollständig überliefert sind. Durch die Rekonstruktion der alten Registraturzusammenhänge sind die ehemaligen Kanzleifindmittel (Geschäftstagebücher, Registraturpläne usw.) wieder funktionsfähig geworden. Weder diese Findmittel noch das erwähnte Repertorium der Altregistratur des Kriegsministeriums erfassen aber das ganze Schriftgut des Generalquartiermeisterstabs. Dies besorgen vielmehr erstmals die Repertorien des vorliegenden und der anderen, oben genannten Bestände des Generalquartiermeisterstabs. Mit deren Verzeichnung wurde im Jahr 1974 begonnen. An ihr waren bis 1978 beteiligt der Archivangestellte Sautter und - jeweils in chronologischer Folge - die Staatsarchivreferendare Dr. Stahleder, Lr. Wandel und Lr. Moegle-Hofacker sowie die Archivinspektoranwärter (innen) Kemptner, Rüther, Läpple, Reiff, Wannenwetsch und Falk. Die Aufsicht über die Arbeiten oblag während der ganzen Zeit Oberstaatsarchivrat Dr. Fischer, der auch die Formierung der gestände des Generalquartiermeisterstabs sowie die Gliederung und Redaktion des vorliegenden Repertoriums zu besorgen hatte; gestützt auf die Vorarbeiten des Archivangestellten Herrmann arbeitete er außerdem den Index aus. Die redaktionaelle Betreuung wurde 1995 von Oberarchivrat Dr. Franz Moegle-Hofacker geleistet. Der Bestand umfasst 1112 Büschel (14, 1 lfd. Regalmeter). Stuttgart, im Januar 1980
Liste der Generalquartiermeister 1815 - 1871:
1815 Nov. 6 - 1830 Sept. 28 v. Varnbüler, Ferdinand Freiherr
1830 Okt. 4 - 1838 Febr. 27 v. Bangold. Joseph Conrad
1838 Febr. . 27 - 1847 Aug. 30 v. Miller, Moriz
1847 Aug. 30 - 1849 Okt. 28 v. Baur, Fidel Carl Friedrich
1849 Nov. 12 - 1850 Jan. 21 v. Baumbach, Karl
1850 Febr. . 11 - 1850 Juli 15 v. Hardegg, Julius Friedrich Moriz Carl
1850 Juli 15 - 1853 Mai 20 v. Baur, Fidel Carl Friedrich
1853 Mai 29 - 1864 Nov. 28 v. Wiederhold, Karl Friedrich Kuno Freiherr
1865 Apr. 6 - 1868 Apr. 13 v. Kallee, Eduard
1868 Apr. 13 - 1673 März 2 v. Suckow, Albert Heinrich Wilhelm
1870 März 28 - 1871 Nov. 13 v. Triebig, Paul Friedrich
Abkürzungen:
Bem. = Bemerkung
betr. = betreffend
Bl. = Blatt
Bü = Büschel
Desgl. = Desgleichen
Fasz. = Faszikel
gedr. = gedruckt
M. = Maßstab
o. D. = ohne Datum
o. M. = ohne Maßstab
s. = siehe
S. = Seite
Sign. = Signatur
v. = von
württ. = württembergisch
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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