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Inventare des Professors Schuckard, Unterfasz. 11: Kasten T und V
Zwei nacheinander angelegte Inventare der in Kasten T und V gelagerten Kabinettstücke, geschliffenen Steine, Gemmen, Kameen, Geschirr- und Besteckstücke.
Beide Verzeichnisse enthalten Inventur-, Verlust- und Schadensvermerke in braunem Holzstift, die aus dem Kontext einer Inventur um 1753/54 stammen (vgl. A 20 a Bü 17-25, 38-48).
Vgl. die späteren Inventare, Zugangs- und Abgangsverzeichnisse zu Kasten T und V in A 20 a Bü 32, Bü 33, Bü 67. Zur Anlegung dieser Inventarserie vgl. die Geschäftsführungsakten in A 20 a Bü 183.
1.) Inventar der Kästen T und V von Johann Schuckard (1640-1725):
Verzeichnis des in Kasten T und V gelagerten Geschirrs, geschnittener und geschliffener Steine und Kristallgläser, nach Lagerort gegliedert, zum Teil nummeriert. Dieses erste Inventar diente offensichtlich als Vorlage für das zweite Inventar und enthält neben den genannten Inventurvermerken mit Tinte geschriebene Randverweise auf die entsprechenden Stellen in Nr. 2.
Kasten T:
a) Oberstes Fach (S. 1-3):
- Geschirr aus Jaspis, Gold, Email, Muscheln, Smaragden, Granat und Lapislazuli (darunter ein Trinkgeschirr, das gemäß einem Eintrag des damaligen Antiquars (Daniel) Moser von 1688 beim Einfall der Franzosen aus Philippsburg zerbrochen und 1705 repariert wurde).
b) Zweites Fach (S. 4-8):
- geschliffene Steine, Kugeln, Messer- und Degengriffe aus Stein und Kristall, teils durchbohrt, teils in Silber gefasst;
- Geschirr aus Jade, Jaspis, Silber, Glas, Horn;
- ein Schachspiel aus "succino orientali" (d.h. Bernstein oder Gagat).
c) Drittes Fach (S. 9-20):
- Schaustücke, Kameen, Gemmen, gefasste und ungefasste Steine aus Lapislazuli, Achat, Jaspis, Onyx, Amethyst, Silber, Gold, Perlmutt, Perlen und Smaragden;
- ein goldenes Kruzifix an einer Kette;
- Jaspisfüße zu Geschirren;
- Ringe aus Jaspis, Achat und Elfenbein;
- Glasschmuck;
- Geschirr und Besteck aus Jade, Jaspis, Achat, Karneol, Silber, Email, Amethyst, Perlmutt, Glas.
d) Viertes Fach (S. 21-27):
- Pistolenkappen, Degenknäufe, Kugeln, Parfümkugeln (Bisamkugeln) und Anhänger aus Achat, Silber, Amethyst, Ambra;
- Hände aus Ambra, mit Silber beschlagen und mit Edelsteinen verziert;
- Geschirr aus gefassten Muscheln und Schnecken, mit Fassungen und Verzierungen aus Silber, Granat, Perlen;
- Besteck aus Kristall, Chalzedon und Silber;
- Knöpflein, Herzlein und Dodekaeder aus Kristall.
e) Schubladen (S. 28-38):
- Besteck aus Jaspis, Sternstein, Email, Perlen und Silber;
- Zierstücke und Gemmen aus Achat, Chalzedon und Jaspis.
Kasten V:
f) Oberstes Fach (S. 41-43):
- Schnüre mit roten und blauen Glasstücken, falschen Perlen, künstlichem Gagat;
- Geschirr aus Kristall, Gold und Silber.
g) Zweites Fach (S. 44-50):
- Schnüre mit Karneolen, Achaten, Granaten, Stücken von Jaspis, Kristall, weißem und blauem Glas;
- Rosenkranz aus Goldstein;
- geschliffene Stücke und Kugeln aus Jaspis, Achat, Kristall, Amethyst auf gedrechselten Podesten;
- Geschirr aus Kristall, Email, Gold und Silber (u.a. eine Drachenschale mit Gravur "Friburgensis Brisgajus"; eine Schale mit Gravur "Albrecht Herzog in Ober vnd Niderbaiern"; ein Trinkgeschirr aus Kristall, dessen Fuß beim Einfall der Franzosen 1688 zur Zeit des Antiquars Moser zerbrochen ist).
h) Drittes Fach (S. 51-56):
- Schnüre mit weißen und braunen Karneolen, Amethysten, blauen Glasstücken, grünen und braunen Jaspisstücken und Kristallkugeln;
- Geschirr und Figuren aus Kristall, Rubinen, "geschmelzter Arbeit", Email, Silber, Gold (u.a. eine Schale mit Gravur am Fuß: "Vas Ferd: Max. M. Bad: (d.h. Markgraf Ferdinand Maximilian von Baden-Baden, 1625-1669) qvod in amicitiae signvm Eberhardo D. Wirt: (d.h. Herzog Eberhard III. von Württemberg, 1614-1674), ex avro argentoqve rhenano elab. D. D. anno MDCLXII"). i) Viertes Fach (S. 57-65):
- Rosenkränze aus Holz, Elfenbein, Kristall, "Stern- oder Siegstein" (u.a. Rosenkranz Herzog Eberhards im Bart);
- Schnüre mit Stücken von Korallen, Hirschhorn, Achat;
- Geschirr aus Kristall, Holz, Eisendraht, Gold, Silber, Achat, Email, Chalzedon.
j) Schubladen (S. 66-80)
- Kameen, Gemmen, geschliffene Steine (z. T. in Gold gefasst) und Anhänger aus Achat, Saphir, Perlen, Jaspis, Karneol, Topas, Beryll, Kristall, Smaragd, Perlen in Futteralen aus Leder und Samt oder Lädlein;
- das Gebetbuch des Königs Christian IV. von Dänemark (von ihm selbst 1610 im Alter von 33 Jahren geschrieben), mit Diamanten und Goldbeschlägen auf dem Einband;
- Zierstücke und Schaustücke aus Kristall, Email, Gold und Silber, z. T. in Büchslein oder Lädlein;
- goldene Ringe mit Diamanten sowie einem "Hagel- oder Strahlstein";
- Bezoare in Futteralen.
2.) Inventar der Kästen T und V von Johann Gottfried Schuckard (1680-1752):
Das zweite Inventar wurde vermutlich von Johannes Schuckards Neffen und Nachfolger Johann Gottfried Schuckard (Kunstkammer-Antiquar ab 1723) nach einer Umgruppierung der Objekte, möglicherweise anlässlich einer Evakuierung des Hofs im Polnischen Erbfolgekrieg 1734 (vgl. A 20a Bü 28 Nr. 1 S. 58f) angelegt. Die hier verzeichneten Objekte sowie die Gliederungslogik entsprechen weitgehend dem ersten Inventar, die Reihenfolge, Einordnung und Nummerierung der Objekte ist teilweise verändert (vgl. Randverweise im ersten Inventar).
Kasten T:
a) Oberstes Fach (S. 1-3):
- Identisch mit Nr.1 a).
b) Zweites Fach (S. 4-13):
- Identisch mit Nr.1 b), z. T. mit ausführlicherer Beschreibung (S. 4-10);
- Objekte aus Nr.1 c) und d) (S. 11-13).
c) Drittes Fach (S. 14-29):
- Objekte aus Nr.1 c) und e), weitere Steine, Gemmen, Bestecke und Behältnisse (S. 14-21);
- S. 22-28, 1-6 identisch mit Nr.1 S. 15-19, 1-6.
d) Viertes Fach (S. 30-40):
- Schnüre mit Steinen und Glasstücken, überwiegend identisch mit Objekten aus Nr.1 g), h) und i) (S. 30-31);
- S. 32-37, 1-7 identisch mit Nr.1 S. 23-26, 1-7;
- Objekte aus Nr.1 d) und i) (S. 38-40).
Schubladen sind in Nr.2 nicht erwähnt, in Nr.1 e) untergebrachte Objekte werden unter Nr. 2 c) beschrieben.
Kasten V:
e) Oberstes Fach (S. 81-85):
- Identisch mit Nr.1 f).
f) Zweites Fach (S. 86-103):
- Objekte aus Nr.1 j) (S. 86-89);
- S. 90-93, 1-6 und 8 identisch mit Nr.1, S. 48-49, 10-16, in anderer Reihenfolge;
- S. 93-95, 1-14 identisch mit Nr. 1, S. 46-47, 1-14, in anderer Reihenfolge;
- Spiele aus Jaspis, Achat und Bernstein (S. 96);
- Objekte aus Nr.1 c) und d), weitere Gemmen, Porträts und Schaustücke (u.a. ein Contrefait der Herzogin Sibylla von Württemberg-Mömpelgard, das 1696 in ihrem 75. Lebensjahr angefertigt und durch Herzog Friedrich Karl der Kunstkammer gestiftet wurde) (S. 97-103).
g) Drittes Fach (S. 105-112):
- S. 105-108, 1-7 identisch mit Nr.1, S. 53-55, 18-24, in anderer Reihenfolge;
- weitere Geschirre und geschliffene Steine aus Kristall (S. 109-110);
- Objekte aus Nr.1 i).
h) Viertes Fach (S. 113-125):
- Objekte aus Nr.1 h) und i); (S. 113-114)
- S. 115-124, 1-9 + 1-13 entsprechen Nr. 1, S. 59-65, 26-47;
- Objekte aus Nr.1 i) erwähnt sind. (S. 125)
Schubladen sind in Nr.2 nicht erwähnt, in Nr.1 j) untergebrachte Objekte werden unter Nr. 2 f) beschrieben.
NB: Zu den in beiden Inventaren erwähnten Schäden von 1688 vgl. A 20 a Bü 11 S. 85-89.
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Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
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‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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