Uolrich Haß, Ammann zu Husen, entscheidet die Streitigkeiten zwischen Wangen und Magenbuch wegen Trieb und Tratt, wobei Hans Spiler von Riethusen und Hans Muoltscher von Sigmaringen zum Dorf als Zusätze derer von Wangen sowie Ulrich Scherer von Ochsenbach und Erhart Subar von Denkingen als Zusätze für Magenbuch mitwirken. Bei dem Augenschein am Mittw. in der Pfingstfurrn beanspruchten die von Wangen Trieb und Tratt, Wunn und Weid bis gen Bremenbrugk an den Underfurt, durch einen Acker hinauf bis durch das Langenloch bis an den Weg von Ostrach nach Magenbuch, von dort an den Richenbach, durch den Wald bis an das Wäldle als "Gemaintratt". Die von Magenbuch erwidern, daß die von Wangen keine Rechte besitzen von dem Furt unten am Rotental hinüberzutreiben, auch nicht das Rotental hinauf über die Wiese bis an das Bächlein, das aus dem Wäldle kommt, oder das Bächlein hinauf an das Henermoß an Jettkofer Marktweg und unten den Weg hinaus gen Richenbach; dies alles sei Magenbucher Wunn und Weid. Es werden folgende Zeugen verhört: Cuonrat Bart von Nwbrunnen, Peter Schlettstadt von Nellenfurt im Sickinger Tal, Hans Berwart von Inhart, Hans Schlettstadt von Salmanswiler, Albrecht Giger von Schweblishusen, Hans Raestlin, Hans Brun von Husen, der 30 Jahre Knecht war zu Yegkhofen und von Hans Egk gepfändet worden war, Uorich Fluck von Inhart, Hans Haßlach von Laefenschwiler, Peter Blattner genannt Allgoewer von Laefenschwiler, Gorius Pfiffer von Yegkofen, der Bannwart zu Magenbuch war, Haintz Voltz von Ostrach, Kaspar Kugler von Speck, Thoma Held von Speck, Peter Ruch von Yegkofen, Hans Gnaepplin von Yegkofen, Hans Rotmund von Speck, Jos Senger von Ostrach, Christa Rud von Ostrach. Nach dem Zeugenverhör erklären die 4 Zusätze einhellig, daß die von Magenbuch die bessere Kundschaft haben. Auf dem Spenntag am Donnerstag nach Vitus (17. Juni) erklären die Zusätze von Magenbuch, daß trotz der besseren Kundschaft der Magenbucher die Wangener ihre Ansprüche aufrechterhalten können. Die Zusätze der Wangener beantragen, daß, wenn zu Magenbuch ein Gericht wäre, der Amtmann und drei des Gerichts oder, wenn kein Gericht dort wäre, die vier Ältesten von Magenbuch bekunden sollten, daß Trieb und Tratt Eigentum der Magenbucher sei. Da die Zusätze nicht zu einem einhelligen Urteil kamen, bestimmte Graf Jörg zu Werdenberg den Uorich Haß zum Obmann. Bei der Tagsatzung am 8. Juli schließt der Obmann sich dem Urteil der Magenbucher Zusätze an. Den Magenbuchern wird eine Urkunde über das Urteil ausgefolgt

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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