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Inventare des Antiquars Vischer zum Sturz 1762/63, Unterfasz. 12: Kasten X
Inventar zu Kasten X: Kupferstiche, aus Papier geschnittene Darstellungen, Gegenstände aus Glas, Naturalien u.a.
Das Verzeichnis konstituiert sich aus mehreren Auflistungen, die im Zeitraum 1754 bis vor 1764 entstanden sind, Wiederholungen enthalten und eine Bindeeinheit bilden:
a) Verzeichnis von Kupferstichen und Zierstücken auf der Basis des Schuckardschen Inventars zu Kasten X (fol. 1-6r):
- Der erste Teil des Verzeichnisses stimmt inhaltlich weitgehend mit dem entsprechenden Verzeichnis von Johann Schuckard (A 20 a Bü 27 S. 10-18) überein. Lediglich zwei dort beschriebene Posten (ein Zierstück aus Papier, ein Kupferstich; vgl. Bü 27 S. 11, 16) fehlen.
- Zusätzlich werden im vorliegenden Verzeichnis Behältnisse und Zierstücke aus Holz und Papier beschrieben, die nicht in Bü 27 verzeichnet sind (fol. 6r).
b) Verzeichnis von gläsernern Stücken, die am 24. November 1755 von der Hauskellerei an die Kunstkammer abgegeben wurden (fol. 6v):
- Acht Einträge über Glasgeschirr (darunter ein Glas mit aufgemalten bayerischen Wappen und der Jahreszahl 1553).
c) Verzeichnis von gläsernern Stücken, die die fürstliche Hauskellerei Stuttgart auf Befehl des fürstlichen Obermarschallamts an die Kunstkammer geliefert hat, geschrieben in der Hand des Antiquars Wilhelm Friedrich Schönhaar (vgl. gekennzeichnete Autographe in Bü 34 Nr. 2 sowie Bü 55 fol. 5v), gezeichnet am 24. November 1755 durch den Hauskeller (Johann Christoph) Gräel (fol. 7r-v):
- Zwölf Einträge über Glasgeschirr, darunter die acht in b) genannten Posten.
d) Ein weiteres Teilverzeichnis zu Kasten X (fol. 9r-v):
- Glasgeschirr und Zierstücke aus Glas (u.a. Schaugerichte);
- zwei Büsten aus Käferflügeln;
- zwei zerbrochene aufziehbare Mäuse (mit inwendigem Uhrwerk);
- missgebildete Tiere und ein Fötus von siamesischen Zwillingen, in Branntwein eingelegt, außerdem eine Kopie "von einem Monstro", das 1740 von einer Frau in "Geklingen" (wohl Göcklingen, Lkr. Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz) geboren wurde.
e) Eine Bestätigung für die Übergabe von "2 Abortus in spiritu vini und 1 Membrum virile" an die württembergische Kunstkammer durch den Hofapotheker Friedrich Ludwig Gmelin (1699-1774), geschrieben in der Hand des Antiquars Schönhaar(vgl. gekennzeichnete Autographe in Bü 34 Nr. 2 sowie Bü 55 fol. 5v), gezeichnet von Gmelin und datiert 15. Mai 1754 (fol. 10r).
f) Ein weiteres Teilverzeichnis zu Kasten X (fol. 12r-v):
- menschliche und botanische Präparate, darunter die Abgaben der Hofapotheke von 1754 (siehe e) und eine weitere von 1762.
NB: Die Blattangaben beziehen sich auf die Zählung in Bleistift auf den Blattrückseiten.
Randvermerke im Verzeichnis dokumentieren eine spätere Verlagerung der verzeichneten Objekte in Tisch B sowie die Kästen D, G, K und N. Vgl. dazu das Verzeichnis des Ausschusses in Tisch B von 1776 (A 20 a Bü 99 d) bzw. Bü 100); die übrigen Verweise beziehen sich auf Inventare von ca. 1776, die nicht erhalten sind (vgl. Aktenplan in A 20 a Bü 121 c).
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.