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Nachlass Familie Vormann, Prinzipalmarkt 27, Titel, Kaufbriefe, Besitzübertragungen usw.
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Handschriften >> 09. Egodokumente und Rechnungsbücher von Einzelpersonen und Familien
1646 - 1897
Enthält: Urkunden zum Besitz des Hauses Prinzipalmarkt 27 (Aegidii-Leischaft 7) aus dem Nachlass Vormann. 1. Vor Bürgermeister und Rat der Stadt Münster verkaufen Anna Stöve, Witwe des Arnold Langeneich, und ihr Sohn Henrich L. mit Zustimmung der Kuratoren und Vormünder Lic. jur. Johan Vehoff, Lic. jur. Dietherich Kemner, Ratsherr, Hermann Ißfort d. Ä. und Jacob Stöve den Eheleuten Georg Hesselinck und Catharina Kellermann, Kaufhändler in Münster, ihr Haus am Prinzipalmarkt zwischen den Häusern des Kaufhändlers u. Ratsherrn Gerhardt Hobbel und Meister Johan Hölscher. Dazu gehört eine Kirchenbank in St. Lamberti. Das Haus ist belastet mit jährlichen Renten für die Minoriten, das Armenhaus Honekamp und das Leprosenhaus Kinderhaus. Die Verkäufer verbürgen sich u.a. mit ihrem Garten vor dem Neubrückentor zwischen den Kämpen der Wwe. Henrich Freye und + Lic. Ketwegh. 10. Juli 1646 2. Vor Notar Henrich Varvick in Münster verkaufen Eheleute Bernhard Bonefeldt und Mechtild Stevingh den Eheleuten Christian Müllinghoff und Maria Humperdinck ihr Haus auf der Herrenstraße zwischen Häusern des + Peter Plate nun Johan Brune und + Caspar Osthoff jetzt Agnes Osthoff gnt. Wettendring?. Dazu gehört eine Kirchenbank in St. Martini. Das Haus ist belastet mit mehreren Renten. Es verbürgen sich die Eheleute Schwertfeger, Hermann Bonefeldt und Maria Telghaus mit ihrem Haus auf der Königstraße zwischen den Häusern des Johan Strubbe und + Bäcker Sieckmann nun Birckhove sowie mit ihrem Garten vor dem Hörstertor am Mühlenfeld. Z.: Johann Otto, Steinhauer, und Johan Krampe (1699 August 25). Die Schwester des Verkäufers Maria B. gnt. Strunk quittiert die Auszahlung einer Rentverschreibung. Z: Henrich Deitermann, Schlosser, Johan Bußmann, Schneider. (1699 Sep. 6) 3. Vor dem Notar Hermann Henr. Suttbeck in Münster verkaufen Johann Henrich Nuss, Kaufhändler, und s. Frau den Eheleuten Caspar Henrich Tombrink, Schneider, ihr Haus, die sog. "Packmeyer Beahsung", an der Ludgeristraße zwischen Häusern einers Kramers und Blaufärbers auf der einen Seite und Witwe Speckmann. Verhandelt in der Wohnung des Rates Dr. J. Olfers auf der Salzstraße. Zeugen Joan Hermann Anegarn, Sekretär in Telgte, und Joan Bernardt Kinderman, Schneider. (1749 Okt. 25) 4. Anna Christina Kellermann, Ehefrau des Wagenmachers Johann Theodor Bücker quittiert ihren Brautschatz im Wert von 1000 Rt. den sie von ihrer Schwiegermutter Frau Vormann empfangen hat. (1784) 5. Vor dem Notar Andreas Jos. Schroer verkauft die Witwe des Landrentmeisters Maria Agnes v. Büren geb. Osthoff der Marie Elisabeth Auling, Witwe des Steinhauers Bernard Henr. Vormann einen Garten vor dem Neubrückentor zwischen den Gärten des Blechschlägers Aldendorff und Bäckers Blanenberg für 127 Rt. (1788 März 26). 6. Bernard Henrich Anton Deiling, Schumacher und s. Frau Anna Gertrud Toppt verkaufen der Marie Elisabeth Auling, Witwe des Steinhauers Vurmann, (Vorman), den "verbrannten" Hausplatz, auf der Herrenstraße, Kspl. Martini, zwischen dem Hausplatz, der kürzlich von Wwe Vurmann (Vormann) angekauft wurde, und dem Haus des Uhrmachers Frischauff (1778 Juni 18). 7. Für 30 Rt. Jahreszins vermietet die Witwe des Steinhauermeisters Vorman ihr Haus, Hörsterstr. 14 (Martini L. 275) dem Kaiserl. Reichsoberpostamtssekretär Johan Baptist Pachmayer (1796) 8. Vor dem Notar Johan Henrich Joseph Schreiber verkaufen Kaufhändler Johan Wilhelm Custodis und s. Frau Elisabeth Esch dem Buchbinder Mathies Wöhlers und s. Frau Anna Elisabeth Schulz das Haus, Prinzipalmarkt (Aegidii L. 7), für 3000 Rt. Z.: Kürschner Christian Sigmund Tiller und Franz Tillmann (1796 Jan. 13). 9. Gerichtliche Aufforderung (Stadtrichter Dr. jur. utr. Christoph Bernard Gräver) an alle Gläubiger ausschließlich des Rates Elmering,Rittmeisters v. Stockheim und Kaufhändlers Primavesi ihre Forderungen gegen die Eheleute Weinhändler Custodis anzumelden, die ihr Haus, Prinzipalmarkt (7) an die Eheleute Buchbinder Wohlers verkauft haben (1796 Febr. 4). 10. Vor dem Notar Johann Henrich Joseph Schreiber in Münster nimmt nach Empfang einer Schuldforderung von 159 Rt. gegen den Kaufhändler Custodis der Gastgeber Georg Heinrich Hollmann als Beauftragter des Gläubigers Hinrich Gottfried Kohne aus Wildeshausen die Pfändung (Arrest) der o.g. Hauskaufgelder zurück (1796 April 19). 11. Kaufhändler Primavesi quittiert dem M.A. Wöhlers den Empfang von 130 Rt. aus der Hausverkaufssumme und löscht die Forderung, die ihm gegen die Eheleute Custodis zustand (1796 März 18 Dabei: (Rentverschreibung) Vor Notar Joseph Coppenrath nimmt der Kaufhändler Johann Wilhelm Custodis vor dem Bankier Primavesi 200 Krontaler zu 5 % Jahreszinsen auf. Zeuge: Anton Giese und Peter Paul Advena (1791 Mai 6). 12. Vor dem Notar Friederich Christian Meiteler verkaufen der Buchbinder Mathias Anton Wöhlers und s. Frau Anna Elisabeth Schulz dem Adeligen Club in Münster vertreten durch Erbkämmerer Clemens August v. Galen, Domkapitular Caspar Maximilian v. Korff, gnt. Schmiessing und Major Clemens August v. Kerkering zu Borg, ihr Haus am Prinzipalmarkt (Ludgeri L. 7) für 3 500 Rt. (1797 Juni 30). Dabei: Verkaufsprotokoll vom Dezember 1796 13. Geburtsbrief (Vordruck) der Stadt Münster für Joan Bernd Voermann. Eltern: Bernard Vormann und Maria Elisabeth Auling; Zeugen: Schuster Everhard Weingärtner und Wagenmacher Joannes Bücker (1789) 14. Arbeitsbescheinigung des Goldschmiedes H. W. Kompff in Kassel für den Gesellen J. B. Vormann (1797). 15. Gesundheitspaß (Vordruck) des Fürstl. Hessichen Rates in Kassel für den Goldschmiedegesellen B. Vormann (1797). 16. Goldschmied Philipp Friedrich Bruglocker in Augsburg stellt dem Johann Bernhart Vormann aus Münster, der 1 1/2 Jahre bei ihm gearbeitet hat, ein Führungszeugnis aus zur Erlangung eines Reisepasses nach Kassel (1798) 17. Gesundheitspaß (Vordruck) der Stadt Augsburg für den Goldschmiedegesellen B. Vormann (1798). 18. Der Adelige Club in Münster vertreten durch seinen Direktor F. v. Fürstenberg, Ferdinand v. Böselager als 2. Direktor, Clemens August v. Kerkering zu Borg, Sekretär, und Caspar Max Frhr. v. Schmiesing als 2. Sekretär verkauft dem "Silberarbeiter" Bernard Vormann das Haus Prinzipalmarkt 27 für 4000 Rt. (1802, Siegel und eigenh. Unterschrift der Beteiligten). Dabei Quittung über die empfangene Kaufpreissumme (1802 Juli 14). 19. Inventar und Nachlassteilung über das Vermögen der Eheleute Bernard Vormann, Goldschmied, und seiner + Frau Clara Osthues geb. Wöhlers, Kinder: Elisabeth und Clara Vormann sowie Caspar Osthues aus 1. Ehe (1805-07). 20. Ernennung des Goldarbeiters B. Formann zum "Municiparath" der Stadt Münster (1811). 21. Mietvertrag zwischen B. Vormann (Vermieter) und G. H. Fischer über sein Haus Hörsterstr. (Martini L. 274) - 1815/24. 22. Die Kgl. Preuß. Regierung in Münster erteilt dem Rendanten Vormann als Kirchenprovisor von St. Lamberti über die 1813/14 geführten Rechnungen Entlastung (1820). 23. Vor dem Notar Peter Anton Meyer bescheinigt der Goldarbeiter Caspar Osthues den Empfang seiner Erbschaftsquote von 969 Rt. (1824). 24. Wwe. Catharina Vormann geb. Hölscher verkauft ihrem Sohn Theodor V., Gold- und Silberarbeiter in Münster, das Haus Prinzipalmarkt 27 für 6000 Rt. (1841). Dazu: Wwe. Juwelier Theodor Vormann, Margaretha geb. Schemm, überträgt ihrem Sohn Juwelier Anton V. Waren, Werkzeug und Möbiliar des Juweliergeschäftes (1884). 25. Bestätigung der Gültigkeit der Ehegütergemeinschaft während der Minderjährigkeit der Anna Margaretha W. Schemm mit dem Goldarbeiter Fohrmann (1843). Dabei: Großjährigkeitserklärung des Kgl. Stadt- u. Landgerichts Münster für die Ehefrau des Goldarbeiters Fohrmann, Anna Margaretha W. geb. Schemm (1843). 26. Reisetagebuch des wandernden Goldschmiedegesellen Theodor Vormann (?) aus Münster nach Dülmen, Dorsten, Mühlheim Düsseldorf, Köln (Schiffahrt) nach Bonn (Siebengebirge), Koblenz, Mainz, Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg, Manheim, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg, München, Salzburg-Linz, Wien, Prag, Berlin (1837/38). 27. Erblegitimation des Kreisgerichts Münster für den Goldarbeiter Theodor Vormann (* 5. Juli 1816) als Alleinerbe (1869). 28. Eröffnung des Testaments der Wwe. Margarethe Vormann geb. Schemme (1897). 29. Zeitungsausschnitte, Berichte zur Geschichte des Vormannschen Hauses.
Archivale
Edition: Vgl. M. Geisberg, Bau- und Kunstdenkmäler Westf., Münster Bd. III, S. 111 ff.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.