Ital Humpis d.Ä., Bürger zu Ravensburg, beurkundet als Vorsitzender ("gemeiner Mann") Entscheid eines Schiedsgerichts in Sachen Erhard [Fridang], Abt von Weingarten, einerseits, Anna, Witwe des Kunz Ortlieb, und deren Söhnen Jos, Michel und Oswald andererseits. Weitere Schiedsleute sind von Seiten Weingartens Hans Weber und Heinrich Stoll, Bürger zu Ravensburg, von Seiten der Ortlieb Hans Fry, ebenfalls Bürger zu Ravensburg, und Martin Endreß oder Ändreß von Waldburg. Der Streit betrifft ein Drittel an der Wiese Rosenharzbrühl, aus dem das Kloster Weingarten 13 ß d Zins bezieht. Diesen entrichten die beklagten Erben nach Konz Ortliebs Tod nicht mehr. Sie berufen sich auf Urkunden, namentlich eine mit Datum Dienstag vor St. Alexius (16. Juli) 1387, in der Abt Ludwig [von Haltenberg] bekennt, daß Heinz von Tolray zu Wollmarshofen und Ehefrau Elisabeth ein Drittel am Brühl genannt Windelshofer Brühl am Emmelhofer Moos und zwei Wiesflecken für eigen innehaben sollen, ferner eine mit Datum St. Pelay (28. August) 1417, derzufolge Klaus Hoher der Bek, Bürger zu Ravensburg, Konz Ortlieb seienen Anteil am Windelshofer Brühl für eigen verkauft. Der Vorsitzende folgt nach einem Gutachten von Rechtskundigen ("wiser lüte") dem Urteilsvorschlag der Weingartener Beisitzer, demzufolge die Wiese den Ortlieb nach Parteieid zugesprochen wird.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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