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Handakten der Universitätsnotare (Bestand)
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Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
Bestand
UAT 135/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> B Akademische Zentralorgane >> Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) >> Bc 1 Verwaltungsbeamte und Offizianten >> Bc 1.2 Universitätsnotar, - sekretär >> Universitätsnotar, -sekretär (1500-1829/1831)
1553-1652
Bestandsbeschreibung: Übernommen: Um 1912.
1. Bestandsgeschichte
Bestand 135 umfasst Unterlagen, die vor allem von den Universitätsnotaren Achatius und Daniel Sturm sowie Lucas und Johann Heinrich Bacmeister herrühren. Ein Teil der hier verzeichneten Unterlagen wurde 1958 auf dem Dachboden der Universitätsbibliothek aufgefunden, weitere wurden im Jahre 1996 von Diplomarchivarin Regina Keyler bei der Verzeichnung der Akten der Stiftung Hochmann unter den Beilagen der Jahresrechnung für 1611/13 entdeckt.
Der Aktenfund von 1958 wurde von Eugen Neuscheler zunächst mit den Signaturen VI,16a ["Notarii Universitatis. Acta universitatis diversa, 1553-1672 (chronol., undat. Seiten] 147 Bl."] und VI,16b ["Notarii Universitatis. Acta privata diversa, 1553-1653 (chronol., undat. Seiten) 222 Bl."]) in das Universitätsarchiv eingeordnet (S 101/1 S. 6 und S 101/2 S. 6), in der Folge jedoch von ihm noch einmal umsigniert: Die "Acta Universitatis diversa" erhielten die Signatur I,5a, die "Acta privata diversa" die Signatur X,19 und ergänzten nunmehr die unter den Sigantur X,3 bereits vorhandenen Akten des Notars Achatius Sturm (S 101/2 S. 13) betr. Gut Kreßbach ("Crespach").
Das Schriftgut amtlicher Provenienz (I,5a), also die "Acta universitatis diversa", wurde von Neuscheler in einer Beilage zu seinem "Repertorium zu den Beständen 1/1-6/24" regestenartig erschlossen (S. 1a-1i) und wie folgt beschrieben: "Acta Universitatis 1553-1672, meist Originalschreiben an die Universität, wenige Entwürfe von Ausgängen, wohl aus dem Nachlass der Universitäts-Notare, 147 Bl, meist 34 x 20 cm, z.T. durch Wasser und Nässe beschädigt, ungeordnet, vermischt mit den Akten von X,19 und den Stiftungsakten auf dem Dachboden der Univ.Bibliothek gefunden im August 1957[!]". Die Angaben in Neuschelers Repertorium sind ausführlicher als in der später im Universitätsarchiv angelegten Kartei zu Bestand 135, doch sind darin nicht die jetzt gültigen Signaturen nachgewiesen.
Bei den Erschließungsarbeiten an den Altbeständen des Universitätsarchivs unter Leitung von Uwe Jens Wandel wurde das von Neuscheler gebildete Konvolut UAT 1/5a (früher I,5a) aufgelöst und ebenfalls auf die Sachakten des Universitätssekretariats aufgeteilt. Diese Maßnahme wurde in der Folge jedoch insofern rückgängig gemacht, als alle Schriftstücke privater Provenienz, auch diejenigen, die bereits von Neuscheler als "Acta privata" im Konvolut X,19 bzw. UAT 10/19 zusammengefaßt worden waren, dem neu formierten Bestand 135 (Handakten der Universitätsnotare) zugewiesen und 1971 von Wandel durch eine Kartei erschlossen wurden. Bei den 1996 aufgefundenen Akten wurde jedoch auf eine Aufteilung nach "acta privata" und "acta universitatis" verzichtet.
2. Bearbeiterbericht
Das vorliegende Repertorium entstand in Anschluss an den Aktenfund des Jahres 1996, nachdem bereits 1994 von Diplomarchivarin stud. phil. Regina Keyler anhand der vorhandenen Kartei eine Signaturenkonkordanz erstellt und von stud. phil. Herbert Steinhardt für die EDV-Bearbeitung erfaßt worden war. Diese Daten wurden von Frau Keyler um Titelaufnahmen zu den neu aufgefundenen Unterlagen ergänzt. Frau stud. phil. Singh hat im Laufe des Jahres 2000 dann auch die Titelaufnahmen des Karteirepertoriums von Uwe Jens Wandel sowie die Regesten Eugen Neuschelers für das vorliegende Repertorium ausgewertet und letztere, wo es nötig war, um Kurztitel ergänzt.
Die Altsignaturen wurden 2000 von Michael Wischnath nach folgenden Schema ausgezeichnet:
UAT 10/3 Unterlagen aus dem Altbestand
UAT 6/1a Aktenfund 1958, Teil A, 1. Signatur Neuscheler
UAT 6/1b Aktenfund 1958, Teil B, 1. Signatur Neuscheler
UAT 1/5a Aktenfund 1958, Teil A, 2. Signatur Neuscheler
UAT 10/19 Aktenfund 1958, Teil B, 2. Signatur Neuscheler
UAT Altbestand und Aktenfund 1958, Signatur Wandel (Auf Wandels Ordnungsarbeiten gehen die maschinenschriftlichen Karten der Bestandskartei 135 zurück)
UAT 101 Aktenfund 1996 in Bestand 101
3. Benutzungshinweise
Von Universitätsnotaren des 16. Jahrhunderts stammen 17 Schriftstücke aus den Jahren 1553-1603 (UAT 135/1-17), aus der Tätigkeit von Achatius und Daniel Sturm in Nachlaß-, Konsilien-, Schulden- u.a. Angegelegenheiten in den Jahren 1603-1652 stammen 87 Schriftstücke (UAT 135/18-92). Von Lucas und Heinrich Bacmeister rühren 7 Schriftstücke aus den Jahren 1653-1672 her (UAt 135/93-99), die Gebühren und Besoldung sowie die Notarielle Tätigkeit in Nachlaß-, Konsilien-, Schulden- und andere Angelegenheiten betreffen.
Auf den Schriftstücken bzw. auf den Schürzen, in denen die Schriftstücke z.T. vorgangsweise zusammengefasst sind, findet sich mit Bleistift eine Vielzahl von Bearbeitungsvermerken und teilweise nicht mehr gültigen Signaturen, in der Regel folgende:
Links oben (auf Schürzen: Mitte oben): Kurze Inhaltsangabe (Verzeichnung Neuscheler)
Links oben: Datum: Jahr, Monat, Tag (Wandel)
Links oben (auf Schürzen, Mitte oben, über der Inhaltsangabe) (gestrichen): Laufende Nummer des Schriftstücks (Verzeichnung Neuscheler)
Links oben (gestrichen): Quadrangel (vergeben bei Auflösung der Neuschelerschen Einheiten)
Links oben: Schriftstück bzw. Vorgangsnummer (vergeben bei Bildung des Bestandes 135, Wandel)
Rechts oben (nur bei Altsignatur 1/5a, sonst auch radiert): Blattnummer (Verzeichnung Neuscheler)
Links unten: "aus 1/5a" oder entsprechende Altsignatur
4. Ergänzende Überlieferung im Universitätsarchiv
Ältere vermischte Sachakten des Universitätssekretariats betr. Gut Crespach (Kreßbach) (Prov. Achatius Sturm).
Tübingen, den 26.4.1994/15.4.1997/19.9.2000/26.9.2005
Johannes Michael Wischnath
Verzeichnis der Universitätsnotare:
nach 1497 M. Gregor May, immatrikuliert 1477/78, nach 1497 1. Notar der Universität
1529-1531(?) M. Nicolaus Diemer, geb. Heilbronnn, immatrikuliert 1522, 1529-1531(?) Universitätsnotar
1531 Wolfgang Stetter, 1529 immatrikuliert, 1531 Universitätsnotar
1532/33 Ludwig Schradin, immatrikuliert 1524, um 1532/33 Universitätsnotar
1535(?)-? Caspar Kurrer, 1516 immatrikuliert, ab 1535 (?) Universitätsnotar
1536/37 Gabriel Sattler, um 1536/37 Universitätsnotar
1538/39 Adam Öfner (Effner), 1531 immatrikuliert, um 1538/39 Universitätsnotar
bis 1552 Michael Sattler, geb. 1520 Sindelfingen, immatrikuliert 1533, bis 1552 Universitätsnotar, Stadtschreiber zu Schorndorf, gest. 1573
1553-1561 M. Caspar Sattler (Pfeilsticker § 2916: "Kaspar"), geb. Waiblingen, immatrikuliert 1543, 1553-1561 (?) Universitätsnotar, 1556 juratus ac publicus Notarius, 1562 Stadtschreiber in Brackenheim
um 1556 6:10 M. Johann Hilteprand (Hildprand), immatrikuliert 1535, um 1556 Universitätsnotar
1561-1567 Christoph M. Kuhn , geb. in Stuttgart, 1561-1567 Universitätsnotar (lt. Pfeilsticker § 2915: 1563/64 und 1566)
1567(-1568?) Friedrich Schütz, 1567(-1568?) Universitätsnotar
1567/69-1574 Alexander Demler (Pfeilsticker § 2915: Demmler), 1567/69-1574 (Pfeilsticker § 2915: -1581) Universitätsnotar(als cand. jur.), gest. 1581
1574-1620 Andreas Walch (geb. Rottenburg, gest. 1620 Tübingen). 1574-1620 (mit Unterbrechungen) Universitätsnotar.
1581 Georg Ruff, immatrikuliert 1580(?), 1580 oder 1581 Substitut des Universitätsnotars Walch
1592/93 Matthias Welper, immatrikuliert 1587, 1592/93 substituierter Universitätsnotar
1604-1630 Achatius Sturm, geb. 1569 Rötz a. d. Schwarzach, gest. 9.3.1630 Tübingen, 1588 immatrikuliert, 24.9.1589 Bacc., 28.8.1592 M., 1604-1630 Universitätsnotar, gest. 1630.
1628-1652 Daniel Sturm, geb. 1602 Tübingen, gest. 18.6.1652 Tübingen, 1615 immatrikuliert, 24.3.1618 Bacc., 1628-1652 Universitätsnotar.
1653-1655 Lucas Bacmeister, geb. 1622 Lüneburg, gest. 5.2.1655 Tübingen, 1650 stud. jur., 1653-1655 Universitätsnotar, Hofgerichtsadvokat.
1655-1673 Joh. Heinrich Bacmeister, geb. 1618 Lübeck, gest. 2.1.1692 Stuttgart, 1655 stud. iur., 1671 Dr. iur., 1655-1673 Universitätsnotar bzw. -sekretär, 1672 Oberjustizrat und Kammerprokurator in Stuttgart.
Inhalt:
Unterlagen aus der Tätigkeit der Universitätsnotare und ihrer Gehilfen in Nachlass-, Konsilien-, Schulden- u.a. Angelegenheiten:
Caspar Sattler (1553-1561) (2 Nrn).
Christoph M. Kuhn d.J. (1561-1567) (2 Nrn).
Andreas Walch (1574-1620 (3 Nrn).
Matthias Welper (1592/93-1603) (17 Nrn).
Achatius Sturm (1604-1630) (69 Nrn).
Daniel Sturm (1628-1652) (48 Nrn).
Lucas Bacmeister (1653-1655) (2 Nrn).
Joh. Heinrich Bacmeister (1655-1673) (5 Nrn).
146 Nrn; 0,10 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.