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Inventare des Antiquars Vischer zum Sturz 1762/63, Unterfasz. 13: Kasten Y Z
Inventar zu Kasten Y Z: Korallen, Gegenstände aus seltenen Materialien, Münzen, geschnittene und geschliffene Steine u.a.
a) In diesem Inventar sind bis fol. 13v ausschließlich Objekte verzeichnet, die bereits in dem von Johann Gottfried Schuckard (1680-1752) geschriebenen Inventar zu den Kästen Y und Z beschrieben werden (A 20 a Bü 28 Nr. 2). Die dort als Verluste bezeichneten Objekte werden hier nicht mehr aufgeführt (vgl. dort). Dies betrifft die überwiegende Mehrheit der bei Schuckard beschriebenen Stücke. Darüber hinaus werden die bei Schuckard im ersten Fach von Kasten Y verzeichneten 14 Korallenobjekte bis auf drei abgebrochene Korallenstücke als Verluste ausgewiesen (fol. 1r). In fol. 1-13 verbleiben noch folgende Arten von Objekten:
- Korallenstücke sowie Zierstücke aus Koralle;
- Geschirr aus Horn, Keramik, Silber, Elfenbein, Salpeter, Holz, Messing, Kupfer, Stein, Koralle, Perlen (z. T. türkisch, eine Schüssel mit 16 überwiegend antiken Münzen verziert);
- Besteck aus Silber, Keramik, Elfenbein, Perlmutt (z. T. türkisch);
- Kettchen aus Stahl, Gold;
- Alabasterleuchter;
- ein Kruzifix aus Silber und Edelsteinen;
- Zierstücke aus Silber.
Die auf Johann Schuckards (1640-1725) Objektbeschreibungen basierenden Texte erscheinen hier mit gegenüber der Vorlage deutlich variierenden Formulierungen und modernisierter Orthographie.
b) Im verbleibenden Teil des Inventars sind Objekte verzeichnet, "wovon in dem ehemals errichteten Inventario nichts gemeldet worden" (fol. 14r-18v).
Davon ist wiederum ein Teil (fol. 14r-18r) identisch mit einem Teil der Eingangsliste, die 1753/54 zu Kasten Y und Z erstellt wurde (A 20 a Bü 37 Nr. 2 fol. 12v-15v sowie einzelnen Items von fol. 16v und 17r, die dort jeweils mit braunem Doppelstrich markiert sind, die übrigen dort verzeichneten Eingänge fehlen in Bü 69).
- Zierstücke (v.a. kleine Figuren) aus Perlmutt, Silber, Gold, Karneol, Achat, Glas, Diamanten, Krebsscheren (u.a. ein Schloss aus Perlmutt, Gold und Karneol mit Schlüssel);
- Kruzifixe aus Gold, Perlmutt, Achat, Glas, Holz;
- geschliffene Steine und Kugeln (u.a. Spielfiguren) aus Achat, Amethyst, Kristall, Jaspis, Kieselsteine, Bernstein, Elfenbein, Perlen, Glas;
- Geschirr und -teile aus Achat, Keramik, Metall, Jade, Holz, Elfenbein (z. T. mit Holzfutteral), Kokosnuss, Salz, Kristall, Glas;
- Behältnisse aus Silber, Kristall, Achat, Glas, Samt, Leder;
- Besteck und Dolche bzw. deren Griffe aus Achat, Kristall, Silber, Bein, Perlmutt;
- Ringe aus Jaspis, Bernstein, Glas, Elfenbein, Silber, Rubin;
- Bezoare.
Der letzten Einträge auf fol. 18v werden in keinem der älteren Inventare zu diesem Kasten genannt; sie beschreiben ein türkisches Messer in einer silberbeschlagenen Scheide (letzteres beim Sturz 1762 erstmals verzeichnet) und eine Silbergabel mit Griff aus Stachelschweinstacheln (nach diesem Sturz durch Antiquar Vischer hinzugefügt).
Randvermerke im Verzeichnis dokumentieren eine spätere Verlagerung der verzeichneten Objekte in Tisch B sowie die Kästen A, J, K, N, O, R, T V, X, YZ. Vgl. dazu die entsprechenden Folgeverzeichnisse (soweit vorhanden):
- Verzeichnis des Ausschusses in Tisch B von 1776 (A 20 a Bü 99 a) und d), v.a. fol. 21r-22r, bzw. Bü 100 und 103);
- Inventar zu Kasten R von 1776 (A 20 a Bü 109);
- Inventare zu Kasten T V von 1771 (A 20 a Bü 83) und 1776 (A 20 a Bü 93);
- Inventare zu Kasten X von 1771 (A 20 a Bü 84) und 1776 (A 20 a Bü 95);
- Inventar zu Kasten Y Z von 1771 (A 20 a Bü 85) und 1776 (Bü 96);
- die übrigen Verweise beziehen sich auf Inventare von ca. 1776, die nicht erhalten sind (vgl. Aktenplan in A 20 a Bü 121 c).
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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