Heiratsabrede zwischen Johann Friedrich Franz Freiherr vom und zum Stein, Sohn des Ludwig Christoph vom und zum Stein zu Frücht und Schweighausen und der Anna Promissa Tochter zu Eltz, einerseits und Mechtild von Gemmingen, Tochter des Reinhard Freiherrn von Gemmingen zu Hornberg, Rappenau, Treschklingen und Beihingen am Neckar, baden-durlachischer Geheimer Rat, Präsident und Hofmarschall, und Maria Elisabeth Freiin von Neipperg, andererseits. Das Heiratsgut der Braut beläuft sich auf 3000 Gulden, zuzüglich 1000 Gulden statt der gewöhnlichen Ausfertigung (jeweils den Gulden zu 60 Kreuzer Frankfurter Währung); sämtliche Ansprüche auf das väterliche, mütterliche und geschwisterliche Erbe sind damit abgegolten, jedoch bleiben alle "an- und nebenfälle" vorbehalten. Der Bräutigam widerlegt 6000 Gulden, versichert auf seinem freieigenen Gut zu Kirberg, und gibt ein standesgemäßes Kleinod sowie 600 Gulden Morgengabe, jährlich verzinst mit 30 Gulden; als Witwensitz verschreibt er das Haus zu Kirberg bei der Kirche, dazu jährlich 100 Gulen, 40 Malter Korn, 6 Malter Weizen, 30 Malter Hafer, 12 Malter Gerste, 6 Malter Spelz und 2 Malter Erbsen, alles Mainzer Maß, dazu 3 Fuder Wein, acht Wagen Heu, drei Wagen Grummet, 300 Büschel Stroh, Holz aus dem Kirberger Wald entsprechend dem Bedarf des Haushalts, zehn Gänse, zwanzig Hühner sowie Mastrechte für Schweine nach Bedarf.