Anna von Solms, Gräfin zu Sayn, Witwe, und Wilhem Graf zu Sayn, Herr zu St. Agathenrode, vergleichen in Anwesenheit ihrer genannten Freunde alle ihre 'myssel, broch, krot vnd zweydracht' dahin: Erstere solle solches Silber, wovon es des + Gerhard Graf zu Sayn Willen gewesen, behalten und haben, auch solle sie jährlich von dem ihren Kindern Dederich und Gerhard gehörigen Turnos am Zolle zu Engers auf St. Andreas Tag 120 Gulden haben; ferner solle sie haben jährlich im Herbste ein Fuder Weingült zu Bendorf und auf Martini 6 Mark Geldes zu Hachenburg nach dortiger Währung; und zwar alles dies, weil sie bezahlt habe 1700 Rheinische Gulden an Frank von Kronberg, die ihm der + Graf Gerhard von Niederlage, Kosten und Schaden bei Kleve schuldig gewesen, 200 Gulden an Wilhem Herrn zu Reichenstein für 20 Gulden Geldes, die er als Mannlehen von der Grafschaft zu Sayn jährlich gehabt, und die er nun auf sein eigen Erbe übertragen habe, ferner 84 Gulden an Henne Breder von Hohenstein als eine Schuld ihres seligen Herrn an den + Wiegand von Heinsbach, worüber dessen Ehefrau und Kinder Briefe gehabt, über welche letztere Henne Breder Momper gewesen sei; und zwar habe sie alle diese Summen aus ihrem Heiratsgeld bezahlt.