Die Pfleger Matthäus Öhem und Samuel Moll des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] verleihen Georg Heintz von Erbach [Alb-Donau-Kreis] auf Lebenszeit bzw. solange er das Schmiedehandwerk ausübt eine Selde des Spitals in Gögglingen ("Göckhlingen") [Stadt Ulm], die zuvor Johann Pfisterer bewirtschaftet hat [vgl. A Urk. lfd. Nr. 4096 von 1587 Dezember 4]. Er hat die Selde in gutem Kulturzustand zu halten und darf nichts von ihren Zugehörungen verpfänden oder verkaufen. Dem Spital hat er davon jährlich 6 Muth Roggen und 6 Muth Hafer Ulmer Maß, 3 Pfund und 2 Schilling Heller Heugeld, 1 Viertel Öl, 6 Hühner, 2 Fastnachtshühner und 120 Eier nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung sowie nach seinem Tod fällt die Selde an das Spital zurück.