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I. Mester Franz wegen Unzucht enthauptet;. II. Jakob van Suelen als Wiedertäufer enthauptet
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Enthält: I. Mester Franz, der sich als Arzt ausgibt, sitzt auf Ludgeritor und bekennt, mit dem Wirt, Bäcker und Brauer Hartlef Tegeler in Hamm "in dem witten Perd" und anderswo Unzucht getrieben zu haben. Er wird 1537, Satertag nach conceptionis Mariae in Gegenwart des Berndt van Oir (von Oer), Herman Herde und Berndt Grolle, dann am Freitag nach Luciae in Gegenwart des Kemners Johan Deithart aus Hamm, des Herman Heerde und des Berndt von der Tinnen vernommen. Zeugen der 2. Vernehmung sind: Jasper thon Nienhuis, reitender Diener der Stadt Hamm, und die Gerichtsboten Gordeke Bockeman und Jasper Rockener. Mester Franz, der aus Brabant stammt, wird am 19.2.1537 enthauptet. II. Gleichzeitig wird Jakob van Suelen, ein Wiedertäufer, der ohne Geleit als Diener eines Edelmanns wieder nach Münster gekommen ist, enthauptet. Erwähnt werden Händer Wilhelm Rösters und Sohn Franz aus Dortmund; ferner aus Hamm Schroder Hinrich Hegemann, Gerdt Grotefaden, Wennemar Moerse, Bäckergeselle Franz Boese, Jürgen Glasemecker (Glasmacher).
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.