Arnold von Uissigheim (Uzzinchein), Ritter d. Ä., und Ar[nold]. d. J., Ritter, Heinz und Eberh. von Uissigheim (Uzzinchein), Brüder Arnolds (d.J.) des Sohnes, haben sich geeinigt mit Graf Rudolf (IV.) von Wertheim, mit dem bisher Arnold d. J. im Streit gewesen ist: Arnold d. J. verspricht eidlich, daß er bis kommende Lichtmeß das Land verlassen will auf 10 Jahre, daß er es meiden will bis auf 40 Meilen im Umkreis von Wertheim und ohne Erlaubnis des Grafen vor den 10 Jahren nicht wiederkehren werde. Die vier von Uissigheim (Uzzinchein) versprechen eidlich, daß sie das Geleit des Grafen Rudolf und seiner Erben nimmer stören wollen. Tun sie es aber doch, so müssen sie auf Mahnung in Wertheim einreiten und dürfen die Stadt nicht verlassen, bis der Fall "nach Minne oder Recht" beseitigt ist. Sie und die nachgenannten sechs schwören auf 10 Jahre Urfehde. Die sechs sind: Wilhelme und Chunr. d. Ä. uf der Niderbusch von Aschshusen, Chunz Rude, Herrn Wyppr. Ruden Sohn und Eberh. Rude, Herrn Eberh. Ruden Sohn, Chunr. von Uzzincheim, Ernn Erkinger von Uzzincheim, Bruder und Wyprecht von Rosenberch, Knechte. Hält einer die Urfehde nicht, so muß er auf Mahnung der Grafen innerhalb acht Tagen in Wertheim einreiten und darf es nicht verlassen, bis der Fall "nach Minne oder Recht" erledigt ist. Wer von 4 oder 6 Ansprüche an die Grafen oder die Ihrigen hat, soll diese innerhalb 1 Mondes in Wertheim erheben, dort soll das Urteil der Burgmannen entscheiden. Der Graf soll den Urteilsspruch innerhalb eines Monats hernach erfüllen. Tut er es nicht, so kann ihn der Kläger pfänden.