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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Rektor Gerlach, Osiander, Hafenreffer, Sigward, Harpprecht, Magirus, Neyffer, Faber, Planer, Bloß, Burckhard, Cellius; 1.) Vorladung der infolge fürstl. Interzession aus dem Karzer entlassenen Studd. Brongay und Grimeisen, sowie ihnen gründlich verwiesenes Tumultuieren. [UAT 2/7, Bl. 205']; 2.) Bericht an den Fürsten wegen des von Mag. [Vitus] Müller noch nicht vollzogenen Hauskaufs und deshalb nicht erfolgten Arrests. (Stipendienprokurator, [Georg] Gruppenbach) [UAT 2/7, Bl. 205'f.]; 3.) Ulrich Besoldt zur Hochzeit seines Sohnes Dr. Johann Georg mit Anna Maria Blattenhart bewilligte Tischzahl und Benützung des Univ.hauses. [UAT 2/7, Bl. 206]; 4.) Dem Hans Jakob Fehringer bewilligter Verkauf zur Regelung seiner Finanzschwierigkeiten. [UAT 2/7, Bl. 206f.]; 5.) Genehmigter Antrag des Mag. [Michael] Schäfer, fürstl. Befehl gemäß seine vormaligen Lektionen fortzuführen und ein Privatkolleg zu halten. [UAT 2/7, Bl. 206']; 6.) Notwendiger Brief an den Vater von Stud. Dantschardt wegen Begleichung mehrerer Ausstände. [UAT 2/7, Bl. 206']; 7.) Vor den gesamten Senat zu bringende Kuratelangelegenheit des Dr. [Johann] Hafenreffer mit Dr. David Magirus bezüglich Katharina Schnepf nebst RÜcktrittsgesuch. [UAT 2/7, Bl. 206'f.]; 8.) Von Mag. [Georg] Burckhard, Dekan der Artistenfakultät, vorgeschlagene Dispens vom Bakkalaureat für Johann Christoph Herpffer angesichts seiner Gelehrsamkeit und Inskription für das Magisterium. [UAT 2/7, Bl. 207]; 9.) Vom Kanzler [Dr. Stephan Gerlach] vorgebracht: Gesuch eines konversionswilligen Franziskaners um Weiterhilfe. Mit einem Viatikum zum Konsistorium nach Stuttgart zu schicken. [UAT 2/7, Bl. 207]
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.