Christoph Bernhardt Muller, Hospitalmeister [zu Bischofsheim], beurkundet im Beisein von Pater Urban, Stadtkaplan, den letzten Willen der an einem Blutsturz erkrankten Kunigunda, Hausfrau des armen Pfründners Kilian Stephan: Danach sollen nach Möglichkeit noch zu ihren Lebzeiten auf jedem der neun Altäre in der hiesigen Pfarrkirche und jedem der fünf Altäre in der Klosterkirche jeweils drei, also insgesamt 42 Heilige Messen gelesen werden. Ihre übrige Verlassenschaft soll ihrem Ehemann verbleiben; nach dessen Tod sollen von dem verbliebenen jeweils 5 Gulden ihren Freunden, nämlich ihrer Schwester, der Witwe des Andreas Reußer, Peter Muhlings, Jerg Adam Spönleins und Hans Jerg Spönleins Erben, also insgesamt 20 Gulden verabfolgt werden.