Anton Wirt ("Wüertt"), gebürtig in Unterkirchberg [Gde. Illerkirchberg/Alb-Donau-Kreis] und jetzt ansässig in Mussingen [Gde. Illerkirchberg/Alb-Donau-Kreis], bekennt, dass ihm der Ulmer Ratsältere Daniel Schad einen Hof in Mussingen und eine Selde dort auf Lebenszeit verliehen hat. Zu dem Hof gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf, 38 Jauchert Äcker und 6 Tagwerk Mähder, zu der Selde Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf, 8 Jauchert Äcker und 3 Tagwerk Mähder. Hof und Selde wurden zuvor von dem verstorbenen Jakob Mertz bewirtschaftet. Er verpflichtet sich, die Güter in gutem Kulturzustand zu halten. Von dem Hof wird er jährlich 14 Imi Roggen, 14 Imi Hafer, 2 Pfund Heller Heugeld, 1 Muth Öl oder dafür 15 Schilling Heller, 1 Muth Lein oder dafür 10 Schilling Heller, 200 Eier, 2 Fastnachtshühner, 1 Gans und 7 Herbsthühner und von der Selde 5 Imi Roggen, 5 Imi Hafer, 1 Pfund Heller Heugeld, 200 Eier, 4 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm liefern. Wechselt der Besitzer der Selde, dann stehen der Herrschaft von dem bisherigen Inhaber 1 rheinischer Gulden als Abfahrtgeld und von dem neuen Besitzer dieselbe Summe als Auffahrtgeld zu.