Kurfürst Philipp von der Pfalz unterrichtet alle, die Höfe, Häuser oder Hofstätten in der Stadt Sobernheim haben, dass ihm kundgetan wurde, dass ein merklicher Teil derselben von ihren Inhabern nicht in Bau gehalten werde, und man sie wüst fallen lasse, um sie zu Gärten und Plätzen zu gebrauchen. Dadurch sei die Stadt "guttenteyls" öd geworden und es sei zu befürchten, dass sie innerhalb kurzer Zeit ganz veröde, was er nicht länger dulden will. Daher ist es sein Wille und ernstliche Meinung, dass alle Angehörigen von Klöstern und Stiften, alle Geistlichen und andere Inhaber ihre vernachlässigten Güter und wüst gefallenen Plätze binnen Jahr und Tag wieder mit Häusern und Wohnungen bebauen und sie fortan in gutem Wesen halten. Hofstätten, die nach Ablauf der Frist wüst liegen und nicht in Bebauung sind, will der Pfalzgraf einziehen und nach Gefallen an Dritte zur Bebauung übergeben.