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Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], bestätigter Abt von
Fulda, bekundet, dass er seinem Untertanen aus Langenbieber, Wolf
Henckel, dessen Ehef...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1561-1570
1562 Oktober 2
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gebenn inn unnser stadt Fulda Freitags denn zweytenn Octobris ihm funffzehenngunderten [!] zwey unnd sechzigstenn iahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wolfgang [Schutzbar genannt Milchling], bestätigter Abt von Fulda, bekundet, dass er seinem Untertanen aus Langenbieber, Wolf Henckel, dessen Ehefrau Elisabeth und ihren Erben ein Gut in Langenbieber mit Haus, Scheunen, Gaden, Hofplatz und Zubehör, so wie er es bislang nach Lassrecht besessen hat, erneut nach Fuldaer Lehnrecht als erbliches Lehen verliehen hat. Es folgt eine Auflistung der zum Gut gehörenden Äcker und Wiesen. Wolf Henckel, seine Ehefrau Elisabeth und ihre Erben haben das Gut in gutem Zustand zu halten, dürfen nichts davon weggeben oder verpfänden. Von dem Gut haben sie an Michaelis [September 29] einen jährlichen Zins von einem Gulden Fuldaer Währung, einem Böhmischen [Groschen] für ein Festbrot (schonnbrodt), zwei Hähnen, einem Fastnachtshuhn und einem Reihuhn (reyhun) zu zahlen. Sie sind zu Handdienst, so oft er gefordert wird, Folge und Steuer, so oft sie anfallen, verpflichtet, und haben Lehnrecht und Handlohn bei Heimfall des Lehns zu entrichten. Wenn sich der Wert des Gutes erhöht, steigen auch die darauf liegenden Abgaben. Andere Rechte und Gewohnheiten von Abt und Kloster bleiben von der Belehnung unberührt. Wenn das Gut später verkauft werden sollte, erhalten die nächsten Verwandten [von Wolf Henckel und dessen Ehefrau] das Vorkaufsrecht. Ankündigung des Sekretsiegels des Abtes. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Von verschiedenen Händen ist zweimal der Name (Iohannes Sauer) vermerkt worden; siehe auch die Unterschriften.
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Valentin (Faitner) [?] [unter der Plica links]
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Johann (Johannes) Sauer von Meißen (Mißen) (anno 17°45 [?] / ist der brif lib [?] wers [?] numb [?] / der ist ein dib) [unter der Plica rechts].
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Wolfgang]
Bei einem Reihuhn handelt es sich wahrscheinlich um ein im Frühjahr [zur Zeit des Reigens = rei] abzulieferndes Huhn.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.