Der Vizepropst Gerhard, Kellner Ludger, Senior Jakob und das ganze Kapitel von Helmstedt machen bekannt, daß sie von den Kämmerer zu Helmstedt Ludicken Boecke eine Summe Geld empfangen und zugunsten des Klosters angelegt haben. Wegen der treuen Dienste Ludickens haben sie diesem mit Zustimmung des Abts Ludwig von Königslutter, des Administrators ihres Klosters, ihren Hof Lüdershausen, der auch Heilig-Kreuz-Hof genannt wird, mit einem benachbarten Spicker auf des Klosters freiem Kirchhof allernächst dem Klosterhof gelegen, eine Seite auf den Kirchhof, die andere auf die gemeine Heerstraße vom Oestertor der Stadt Helmstedt herkommend, und allen Rechten gegen einen Erbzins von zwei Gulden ausgegeben. Der Hof ist frei von Heerfahrt, Diensten, Schatzung und anderen Beschwerungen. Vorbehalten ist die Leibzucht von Lorenz Busenkisten und seiner Frau Alheid. Ludicke wird Abt Hermann von Werden, wenn er nach Helmstedt kommt, 20 Gulden in Mariengroschen übergeben zum Wiederaufbau der Kirche, die 1553 im Krieg niedergerissen worden ist. Ludicken wird den Kirchhof mit einer Mauer und einem Dach versehen. Der Hof darf ohne Wissen, Willen des Klosters nicht ausgetan, verpfändet, versetzt oder verkauft werden. Beim Fehlen männlicher Leibeserben von Ludicke fällt der Hof an das Kloster zurück, oder kann eine eheliche unausgestattete Tochter den Hof gegen den Jahreszins erhalten. - Es siegelt der Aussteller. - Gescheen ... ahm donredaig nach purificationis Marie.