Bruder Hermann von Ow und mit ihm Bruder Heinrich von Dettingen (To(e)ttingen), beide Komthure zu Hemmendorf (Hemendorff), und mit ihnen die anderen Brüder des Johanniterordenshauses zu Hemmendorf, beurkunden für sich und alle ihre Nachfolger, dass am Tag der Ausstellung dieser Urkunde Hans Schenk von Stauffenberg mit ihnen wegen der Wiedergutmachung für die Schäden überein gekommen ist, die der verstorbene Ritter Werner Schenk von Stauffenberg bei den Leuten auf dem Land durch seine Angriffe angerichtet hat. Hans Schenk von Stauffenberg übergibt dafür dem Heilig-Kreuz-Altar der Kirche zu Hemmendorf folgende Gelder und Güter: [1] Der Stainhofer zu Balingen gibt zu Balingen 6 Malter Vesen, 3 Malter Hafer Geld und 13 ß h Geld. [2] Die Herzogin gibt 1 Malter Vesen Geld, 2 Scheffel Hafer und 25 h Geld. [3] Der Schuhmacher Mo(e)rli gibt 1 Malter Vesen, 2 Scheffel Hafer und 25 h. [4] Der Ku(e)ffer gibt 1 Malter Vesen, 2 Scheffel Hafer und 25 h Geld. [5] Das Gut von Ku(e)nis Hanwart gibt 25 h Geld, 1 Malter Vesen Geld und 2 Scheffel Hafer. [6] Werner der Ru(e)ber gibt 1 Malter Vesen, 2 Scheffel Hafer und 25 h Geld. [7] Der Schwiegersohn von Kunzmann Stöben gibt 1 Malter Vesen, 2 Scheffel Hafer und 25 h Geld. Alle diese Gelder sind von Balingen ewige Gelder und alle Korngelder in Balinger Maß. Außerdem werden übergeben: [1] Heinz Konrad von Dürrwangen gibt 3 Malter Vesen, 2 Malter Hafer in Hechinger Maß und 10 ß h Geld. [2] Der Bo(e)chli von Dürrwangen gibt 3 Malter Vesen, 2 Malter Hafer in Hechinger Maß und 10 ß h. [3] Jeder, der die Mühle in Bietenhausen (Byten) besitzt, gibt 35 ß h Geld. [4] Die Mühle von Hans Byter gibt 4 lb h Geld. [5] Auberlin Byter in der Ebermühle gibt 1 lb 5 ß h. Mit diesen Geldern und Gütern erhalten einige Leute eine Wiedergutmachung, bei einigen Leuten steht sie aber noch aus. Hans Schenk von Stauffenberg gibt dem Heilig-Kreuz-Altar in der Kirche zu Hemmendorf diese Gelder, damit die Aussteller eine ewige Messe mit einem Priester ihres Ordens, der jede Woche drei oder vier Messen zum Heil und zum Trost seiner Seele, seiner Vorfahren und aller Seele, die diese Wiedergutmachung erhalten. Am Tag, auf den die Jahrzeit von Hans Schenk von Stauffenberg fällt, sollen daraufhin die Jahrzeiten für Hans Schenk und seinen Bruder Hug Schenk von Stauffenberg, ihrer Vorfahren und aller geschädigten Leute begangen werden. Dazu soll am Abend eine Vigil und am Morgen eine Seelenmesse gehalten werden. Außer den in der Kirche vorhandenen Priestern sollen jedes Jahr zur Jahrzeit drei fremde Priester eingeladen werden. Die fremden Priester sollen ein Mahl und für das Messelesen jeweils 1 ß h erhalten. Falls die Jahrzeit nicht begangen wird, soll der Spital zu Rottenburg die Gelder und Güter erhalten. Wenn die Jahrzeit wieder begangen wird, sollen die Gelder und Güter wieder an den Heilig-Kreuz-Altar in der Kirche zu Hemmendorf entrichtet werden. Die Aussteller versprechen, mit diesen Geldern und Gütern auch diejenigen zu entschädigen, die noch keine Wiedergutmachung erhalten haben.