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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Armeegruppen, Armeen, Armeeabteilungen, Panzergruppen und Panzerarmeen
1939-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 2, S. 219-224, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
* 1.8.1939 im WK XI aus dem Heeresgruppenkommando 6 in Hannover mit den Armeetruppen des Pakets "L" (Leipzig 580 ff.); 2.7.1941 Tausch der Oberquartiermeister-Abteilung mit der 2. Armee; 7.4.1945 nach Abzug aus Ostpreußen umbenannt in AOK 21.
11. Abwehrkämpfe in Weißrußland Dez. 1943 - 19.4.1944
a) Abwehrkämpfe südostwärts Witebsk 22.2.1944 - 28.3.1944
b) 5. Abwehrschlacht westlich Smolensk 5.3.1944 - 10.3.1944
c) Abwehrschlacht südlich Tschaussy 25.3.1944 - 31.3.1944
12. Stellungskämpfe im Bereich der Hgr. Mitte 20.4.1944 - 21.6.1944
13. Abwehr- und Rückzugsschlachten während der russischen Sommeroffensive 22.6.1944 - 12.7.1944
14. Kämpfe zwischen Njemen und ostpreußischer Grenze 13.7.1944 - 10.8.1944
15. Stellungskämpfe an der ostpreußischen Grenze 10.8.1944 - 15.10.1944
16. Schlacht in Ostpreußen um Schloßberg, Gumbinnen und Goldap 16.10.1944 - 2.11.1944
17. Abwehrkämpfe in Ostpreußen 2.11.1944 - 21.1.1945
18. Rückzugskämpfe in Ostpreußen 22.1.1945 - 8.2.1945
dabei: Angriff auf Elbing nach Westen 26.1.1945 - 2.2.1945
19. Kämpfe im Kessel von Heiligenbeil, um Königsberg und im Samland 9.2.1945 - 7.4.1945
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Armeeoberkommandos, Armeegruppen und Armeeabteilungen waren bereits in den Jahren 1980 verzeichnet worden (Frau Ganser und Herr Brün Meyer). Das hieraus 1985 fertiggestellte Findbuch wurde 2006 retrodigitalisiert und nach entsprechender Überarbeitung 2007 online gestellt sowie 2016 überarbeitet.
Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:
- "Stammtafeln"
- ChefGenSt (Chef des Generalstabs)
- Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)
- Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Qu, bzw. OQu (Quartier-, bzw. Oberquartiermeister)
- III (Armeegericht)
- IVa (Armeeintendant)
- IVb (Armeearzt)
- IVc (Armeeveterinär)
- IVd ev./kath. (Geistliche)
- IV Wi (Armee-Wirtschaftsführer)
- V (Armee-Kraftfahroffizier)
- AFPM (Armee-Feldpostmeister)
- A.Pi.Fü. (Armee-Pionierführer)
- A.Na.Fü.(Armee-Nachrichtenführer)
- Stopak (Stabsoffizier der Pak)
- Stoart (Stabsoffizier der Artillerie)
- Flivo (Fliegerverbindungsoffizier) bzw. Koluft (Kommandeur der Luftwaffe)
- Sonstige Unterlagen.
Auf die Beigabe von Inhaltsübersichten konnte deshalb in der Regel verzichtet werden.
Bestandsbeschreibung: Wie die Kriegstagebücher aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres auch, waren die Kriegstagebücher der Armeeoberkommandos (und ihrer Vorläufer) vom Mobilmachungstag an (26. Aug. 1939) dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden.
Lücken - die nur zum Teil durch E (= Ersatz) - Akten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben.
Als die Luftkriegsgefahr in Berlin und Umgebung zunahm, wurde in Liegnitz eine Außenstelle des Heeresarchivs Potsdam eingerichtet, in die außer Akten der Wehrmacht- und Heeresführung auch die Kriegstagebücher der höheren Kommandobehörden des Heeres (bis hinab zu denen der Divisionskommandos) ausgelagert wurden, sobald sie in Potsdam registriert worden waren. Diese Bestände (aber ohne die Akten der Spitzenbehörden von OKW und OKH) gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind die Kriegstagebücher von Armeeoberkommandos (und Vorläufer) wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 14: AOK 1, 3, 5
- Guide Nr. 42: AOK 2, 4 (Nachträge in Nr. 54, 56)
- Guide Nr. 44: AOK 10-12, 14 (Nachträge in Nr. 56)
Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95 - 98 % der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:
- Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,
- Einzelakten aus anderen der in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),
- Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".
Inhaltliche Charakterisierung: Abt. Ia: Kriegstagebuch des Kommandostabes z.b.V. von Aug. bis Sept. 1939 (Anlagen von Juli bis Okt. 1939).
Oberquartiermeister: Kriegstagebuch wurde nicht geführt. Besondere Anordnungen für die Versorgung von Aug. bis Okt. 1939.
Abt. Ic: Tätigkeitsbericht fehlt.
Abt. IVb (Armeearzt): Notizen zum Tätigkeitsbericht von Sept. bis Mitte Okt. 1939.
Bevollmächtigter Transportoffizier: Tätigkeitsbericht mit Anlagen von Aug. bis Okt. 1939.
Stabsoffizier der Artillerie: Kriegstagebuch mit Anlagen von Aug. bis Sept. 1939.
Hinweis auf Kartenmaterial:
Zu einigen Signaturen liegen zusätzlich Kartenmappen vor, in der Form, dass z.B. zur Akte RH 20-4/20 eine Kartenmappe mit der Signatur RH 20-4/20K vorhanden ist. Diese K-Signaturen sind aus technischen Gründen in dieser ersten Fassung des online-Findbuches noch nicht enthalten, können aber benutzt werden. Sie werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Findbuch nachgetragen. Zu folgenden Akten liegen Kartenmappen vor: RH 20-4/20, 21, 22a, 22b, 51, 83, 84, 90, 99, 100, 101, 102, 144, 145, 146, 157, 158, 184, 185, 186, 193, 199, 200, 201, 203, 265, 267, 272, 273, 274, 276, 277, 315, 316, 338, 406, 407, 409, 439a, 463, 464, 465, 479, 490, 500, 513, 529, 530, 532, 559, 568, 585, 586, 619, 620, 621, 622, 634, 635, 636, 641, 658, 659, 670, 690, 691, 692, 722, 723, 724, 738, 756, 771, 773, 781, 792, 793, 879, 925, 967, 1139, 1170, 1171, 1172, 1173, 1178, 1192, 1228, 1229 und 1231.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 20-4/...
Armeeoberkommando 4 (AOK 4), 1939-1945
1396 Aufbewahrungseinheiten; 52,0 laufende Meter
Bestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
RW 46 Nachgeordnete Dienststellen des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes bei Stäben des Heeres und für besondere Aufgaben
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
N 265 Nachlass (Heinrici, Gotthard)
N 281 Nachlass (Tippelskirch, Kurt v.)
N 24 Nachlass (Hoßbach, Friedrich)
N 648 Nachlass (Dethleffsen, Erich)
N 241 Nachlass (Dr. Meier-Welcker, Hans)
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
Akten:
ZA1/ 2345: Guderian, Heinz: Probleme des Flankenschutzes bei weitreichenden Operationen, insbesondere bei motorisierten Verbänden im Osten;
ZA1/ 1404: v.Unruh, Walter: Kriegserfahrungen in Rußland, Teil IV: Kirov und die 40 km-Lücke. Als Kommandant von Roslawl
ZA1/ 1405: v.Unruh, Walter:
Kriegserfahrungen in Rußland, Teil III: Kaluga und die 80 km-Lücke
ZA1/ 1894: Konrad, Rudolf Peter und andere: ("Mountain Warfare Project") Truppenführung im Gebirge
Auf Mikrofilm FC 2995 N: derselbe, desgleichen
ZA1/ 1895: derselbe: Kampf und Operationen im kaukasischen Raum. - Eine Studie über Gebirgskrieg
ZA1/ 2379, 2380: v.d.Groeben, Peter ("705"): Der Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte und ihr Kampf bis zur Festigung der Front, 22.6. - 1.9.1944
ZA1/ 1035: Blumentritt, Günther: "Unmögliche" Lagen (Beispiele aus dem Rußlandfeldzug 1941)
ZA1/ 1037: Blumentritt, Günther: Operationen auf den rückwärtigen Verbindungen (Partisanenkrieg in Rußland)
ZA1/ 1967: Müller-Hillebrand, Burkhart und Munzel, Oskar:14 Beispiele russischer und deutscher Panzertaktik
ZA1/ 1969: Müller-Hillebrand, Burkhart und andere: 3 Beispiele der Taktik kleiner deutscher Panzereinheiten aus Rußland 1941, 1942 und 1944
ZA1/ 1220, 1216: Raus, Erhard: Abwehrtaktik bei Durchbrüchen im Osten
Anlage (ZA1/ 1216) 21 Skizzen
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 42 und 56
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Besondere Benutzungsbedingungen: Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.