Heinrich Wehe genannt Kraußhaar (Krushar) reversiert gegenüber Kurfürst Philipp von der Pfalz, der ihn ab dem heutigen Tag für ein Jahr lang zum Knecht aufgenommen hat. Heinrich soll auf Ansinnen des Pfalzgrafen gerüstet aufwarten und gegen jedermann dienen. Dienstaufforderungen soll ihm nach Landau (Landaw) geschickt werden, im Dienst soll er vom Hof Futter, Mahl und Beschläge wie andere erhalten. Heinrich hat Treue, Huld und gehorsamen Dienst gelobt und geschworen. Heinrich soll sich stets beritten bereithalten (geryten machen und halten). Reisigen Schaden will ihm der Pfalzgraf gütlich ersetzen, bei Nichteinigung soll der Entscheid über Schadensersatz dem pfalzgräflichen Hofmeister, Marschall oder dem Hauptmann, unter dem der Schaden geschehen ist, anheimgestellt werden. Für den Dienst soll Heinrich jährlich 10 Gulden aus der fürstlichen Kammer und ein Hofkleid bei der Einkleidung des Hofgesindes erhalten. Der Aussteller bittet Hans von Trotha (Tratt), Ritter und Marschall, um Besiegelung.