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Strafsache gegen Reiter Johan Slirkamp wegen Erstechens.
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Enthält: Johan Boeckman aus Roxel, ein "claviger" (Kustos?) der Domschule, ist am 1. Juni 1595 in der Wirtschaft des Johan Bueren auf der Aegidiistraße von dem Reiter Johan Slirkamp, Sohn des Dirick Slirkamp in Bork, erstochen worden. Leichenschau wird abgehalten. Als Zeugen werden vernommen: 1. die Magd Aleke Muters, 2. Herman Rham aus Werl, Pädagogus bei Werner Langerman, 3. Student Walter Hassking aus Vreden, 4. Student Henrich Meschede aus Brilon, 5. Student Johan Hove gen. Burman aus Datteln. Der Täter hat sich nach Bork und Lünen gewandt. Der Rat schickt den Bottmeister Hinrich Schroder hinter ihm her, der Ermittlungen anstellt und darüber berichtet. Der Richter Bonavenura Fürstenberg in Werne will den Täter verhaften. Erwähnt werden Johan Arnd und Vogt Berndt Mordien in Bork; Gerhard tor Hove gen. Burman; Jost Hanloe auf der Rotenburg; Andres Behnen Johan von Dale.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.