Heinrich Stüdlin, freier Landrichter auf der Leutkircher Heide (Lutkircher Haid) und in der Pirsch (Pierß) von Gewalt Kg. Friedrichs [voller Titel] und von Gnaden Jakobs, Truchsessen von Waldburg, Reichslandvogts in Ober- und Unterschwaben (Swauben), tut kund: Als er am Ausstellungstag an der offenen Reichsstraße zu Ravensburg Gericht gesessen hat, erschienen die wohlgeborenen Brüder Heinrich, Hugo und Ulrich, Gff. von Montfort, auch im Namen ihres Bruders Rudolf von Montfort, Herren zu Rothenfels, mit ihrem Fürsprecher, Ritter Markwart (Marcgvart) von Schellenberg, sowie Ritter Eberhard, Truchseß von Waldburg, mit seinem Fürsprecher, Junker Hans, Truchsessen von Bichishausen (Bichißhusen). Mit richterlichem Urteil übertrugen die Erstgen. Truchseß Eberhard, dem Ehemann ihrer Schwester, aus dem väterlichen und mütterlichen Erbe ihrer Schwester: die Burg (schloß) Scheer (Schar) mit der Gft. Friedberg sowie die nicht Scheer oder Friedberg zugehörigen eigenen Vogteien und Güter Bauchhaupten (Bachhopten), Tafertsweiler (Dabrenswyler), die Mühle zu Scheer, die Fischenz in der Donau (Thunow), die das Oberwasser gen. wird, und eine weitere, welche an die Mühle zu Scheer stößt, schließlich das Reichspfand der Gerechtigkeit zu Fulgenstadt, jeweils mit allem Zubehör. Eberhard kann die ihm übertragenen Güter und Rechte auf Ewigkeit innehaben, versetzen oder verkaufen wie sein übriges Eigen, wovon nur die gen. Reichspfandschaft ausgenommen ist; Vorbehalten ist jedoch auch der Herrschaft Österreich das Recht auf Einlösung der Burg Scheer und der Gft. Friedberg. Für die übertragenen Güter und Rechte ist Währschaft zu gen. Bedingungen geleistet worden.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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