Prior und Konvent des Dominikanerklosters ("dez gotzhusz zu den Bredigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] bekennen, dass die Ulmer Bürger Heinrich Krafft, Sohn des verstorbenen Krafft am Kornmarkt, und seine Ehefrau Adelheid von Sulmetingen [Ober- oder Untersulmetingen/Lkr. Biberach] eine ewige Messe und einen Jahrtag für den verstorbenen ersten Ehemann der Adelheid Rudolf von Sulmetingen in ihrem Kloster gestiftet haben. Dafür haben sie ihnen 150 ungarische und böhmische Gulden zum Erwerb von jährlichen Einkünften in Höhe von insgesamt 15 Pfund Heller für den Jahrtag übergeben. Da sie diese Summe aber zur Bezahlung von Baumaßnahmen an ihrem Kloster und für andere notwendige Dinge verwendet haben, weisen sie nun von den Einkünften ihres Klosters die folgenden jährlichen Zinsen für die ewige Messe und den Jahrtag an: - Von Haus und Hofstatt des Hafners Jakob in Ulm bei der neuen Badestube und von Haus und Hofstatt des Althain daneben 8 Pfund Heller. - 4 Pfund Heller von Haus und Hofstatt vor dem Kloster, die derzeit Beringer von Leimberg ("Lainberg") [Ruine bei Gosbach Gde. Bad Ditzenbach/Lkr. Göppingen] und seine Ehefrau als Leibgeding besitzen. - 3 Pfund Heller von Haus und Hofstatt vor dem Kloster, die derzeit Ulrich von Habsberg ("Haschsperg") [Ruine bei Emerfeld Gde. Langenenslingen/Lkr. Biberach] und seine Ehefrau als Leibgeding von dem Kloster besitzen. Die beiden letztgenannten Zinsen fallen nach dem Tod der derzeitigen Inhaber der Häuser und Hofstätten an die Messe und den Jahrtag. Diese dürfen dann auch nicht mehr veräußert oder vom Kloster entfremdet werden. Diese Zinsen sollen künftig auf ewige Zeiten zur Feier der Messe und der Ausrichtung des Jahrtags dienen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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