Wilhelm [II.], Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen und Pfalzgraf zu Sachsen erteilt der Priesterschaft in der Vogtei Weißenfels und insbesondere den Pfarren in der Orten dieser Vogtei die Gnade, dass sie ohne Einspruch ihrer Lehnsherren, als des Abts zu St. Georg und des Propsts zu St. Moritz bei Naumburg sowie der Äbtissinnen zu Weißenfels, Beuditz (Butitz) und Langendorf, und der landgräflichen Vögte, Schösser, Landrichter und Büttel frei testieren dürfen. Dagegen sollen Sie in näher bestimmter Weise in Weißenfels ein Seelgedächtnis für die Angehörigen der Familie des Ausstellers, besonders für dessen Mutter Katharina, begehen.- Genannte Pfarrkirchen: Weißenfels (Wissenvels), Leißling (Lissenig), Greißlau (Grißlow), Plotha (Ploti), Gröbitz (Grobitz), Großgörschen (Gorßin), Kistritz (Kisteritz), Peles [vielleicht Pohlitz, ö. Naumburg, oder Böhlitz, ö. Schkölen], Meyhen (Meyen), Kößlitz (Kosselwitz), Obernessa (Obernesse), Unternessa (Niedernesse), Wildschütz (Wiltschitz), Zembschen (Zcemtzin), Jaucha (Juch), Mutschau (Moutzschow), Köttichau (Kottichow), Steingimma (Steyn Krymmow), Pirkau (Bircke), Wählitz (Welitz), Webau (Webouw), Rössuln (Rodesul), Teuchern (Tuchen), Poserna (Poserne), Pörsten (Porsten), Dehlitz (Dolitz), Treben [Wüstung sw. Dehlitz, Kirche erhalten], Zorbau (Zcorbaw), Gerstewitz (Gerßwitz), Auligk, Reuden (Rwden)und Costewitz (Kostitz).

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Sächsisches Staatsarchiv
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