Die Ratsherren Christoph Heinrich Besserer von Talfingen [Obertalfingen Stadt Ulm], Raimund Krafft und Johann David Wick, derzeit Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm, verleihen Georg Diepold von Schwörzkirch [Gde. Allmendingen/Alb-Donau-Kreis] auf Lebenszeit einen der Pfarrkirchenbaupflege unterstehenden und der Neithardtischen Stiftung gehörenden Hof in Schwörzkirch. Dazu gehören Ziegelhaus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf, 59 Jauchert Äcker, 4,5 Tagwerk Mähder und 14 Jauchert Wald. Diesen Hof hat bisher sein Vater Johann Michael Diepold bewirtschaftet. Er ist verpflichtet, den Hof persönlich zu bewirtschaften und in gutem Kulturzustand zu halten. Für die Verleihung hat er der Pfarrkirchenbaupflege 300 Gulden, den Gulden zu 16 Batzen gerechnet, als Handlohn zu bezahlen, und zwar 150 Gulden bar innerhalb der kommenden vier Wochen, den Rest in jährlichen Raten zu 25 Gulden. Außerdem hat er von dem Hof jedes Jahr 24 Imi Fesen und 24 Imi Hafer Ulmer Maß, 1 Pfund Heller Heugeld, 2 Schilling, 2 Krapfen als Weisung, 120 Eier, 2 Gänse, 4 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung und nach seinem Tod fällt der Hof an die Pfarrkirchenbaupflege zurück.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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