Kurfürst Philipp von der Pfalz und Alexander von Pfalz-Zweibrücken stellen Bruder Martin Betmann, Meister der Brüder der Franziskaner von der Dritten Regel, und seinen Brüdern der Observanz die St. Nikolaus Kirche zu Oberotterbach am "Claus berg" in der Gemeinschaft Guttenberg mit Zugehör zu. Die Kirche hatte zuvor ein Laienbruder innegehabt, das Zugehör ist von der Kirchentür beginnend ringförmig unterstockt und untersteint. Die Kirche hatten einst die beiden Pfalzgrafen gemeinsam mit Kaspar von Pfalz-Zweibrücken am 12.08.1490 (dorstag nach Laurenntii) dem genannten Martin als Minister der Franziskanerbrüder der Dritten Regel zu Weißenburg übergeben. Dann hatten am 28. April 1500 Meister Benedikt Grussen, Dekan des Landkapitels, und der Landschreiber der Gemeinschaft Guttenberg, Meister Hans Stalp, einen Vertrag zwischen den Franziskanerbrüdern und dem Pastor, Frühmessner und Kirchengeschworenen zu Otterbach aufgesetzt, was der Vikar zu Speyer bestätigt hat. Die nun erfolgte erneute Übergabe und Zustellung bestimmt, dass die Kirche mit Zugehörde je hälftig Eigengut der beiden Aussteller bleibt und die Ordensbrüder dies nach Bedarf gebrauchen dürfen, wofür sie die Kirche mit geistlichen, ehrbaren Personen der Observanz besetzen und alles instandhalten sollen. Sie sollen keine weiteren Gülten, Zinsen oder Güter in den Herrschaften der Aussteller erlangen, außer mit deren schriftlicher Zustimmung. Bei Verstößen sollen in geistlichen Dingen die Ordensoberen sie strafen, in weltlichen Dingen behalten die Aussteller sich Strafe und Änderung vor.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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