Kurt Schildknecht, gesessen zu Alterstedt (Aldinstede), und seine Frau Petrissa (Peczin) verkaufen zwei Gulden jährlicher Gülte aus einem Sedelhof im Dorf Alterstedt (Aldestete) zwischen den Höfen des Wetzel Becke und des Kurt Gebuyre, aus einer dazu gehörigen halben Hufe pflügbaren Landes in den dortigen Feldern und einer weiteren halben Hufe daselbst, genannt widenhawe huffe, die sie von Junker Hermann Goltacker erblich innehaben; vom Hof und der halben Hufe erhalten dieser und seine Erben jährlich 4 Schilling Landpfennige an Michaelis, eine Oblei (abeley), ein Fastnachtshuhn und 23 Mahlpfennige (molsephennige), von der anderen halben Hufe erhält das Kapitel von St. Marien zu Eisenach (Isennache) 7 1/2 Schillinge, Hermann Goltacker eine Oblei und ein Zehntmaß (teczemos). Die Verkäufer versprechen, die zwei Gulden Zins jährlich an Michaelis an Johann Schoybing, Vikar des St. Maria-Magdalena-Altars im Kloster Allendorf (Aldindorff) bei Salzungen (Salcz-), zu liefern; dieser hat dafür 20 rheinische Gulden gezahlt; ein Rückkauf der gesamten oder der halben Gülte ist möglich. Die Eheleute bitten Hermann Goltacker, Erbherrn der Güter, um Besiegelung; dieser kündigt sein Siegel an.

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Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Meiningen
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