Beschuldigter: Frost, Robert Karl Anton, * 12.03.1893, Carlowitz bei Breslau, u.a. Beschuldigte Dienstgrad: SS-Sturmscharführer, Leiter der Abteilung 4 (Staatspolizei), Sicherheitsdienst-Aussenstelle Kolomea/Ostgalizien Tatbestand: Gegenstand des Verfahrens ist die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in der Stadt und den umliegenden Orten von Kolomea/Ostgalizien in den Jahren 1941-1943. Hierbei wurden weit mehr als 20.000 jüdische Menschen auf verschiedenste Weise getötet. Tatort: Kolomea und Kreisgebiet/Ostgalizien Tatzeit: 1941-1943 Az.: LKA BW PA 94 Bd. I-III 102/62, StA Darmstadt Az. 2 Js 857/83 und 2 Js 314/64, ZSt LB 2 AR-Z 277/60 Bemerkung: Der Beschuldigte Robert Frost wurde auf Antrag seiner Ehefrau vom Amtsgericht Heidelberg vom 5. August 1945 Az. 2 UR II 22/58 für tot erklärt. War von Juni 1945 bis am 22. Oktober 1945 in Lauffen am Neckar wohnhaft und kehrte auch später, 1945-1946 nochmals dorthin zurück. Es besteht die Möglichkeit, daß Frost noch lebt. In Lauffen führte er den Namen Herbert Wolf. Ermittlungen des Kriminalamts zu Bruchsal und Reutlingen, der Kriminalkommissariate Heidelberg und Heilbronn nach Frost blieben ohne Erfolg. Als weiterer Hauptbeschuldigter wurde Werner Otto Schwencker, * 12.07.1913, Eisleben, ermittelt. Er war Angehöriger der Abteilung IV der Sieherheitsdienst-Aussenstelle Kolomea. Schwenker wurde durch Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 28. Juli 1967 Az. 2 Ks. 1/66 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Revision wurde durch Beschluß des Bundesgerichtshofes vom 28. Januar 1970 Az. 2 StAR 337/68 verworfen und das Urteil somit rechtskräftig

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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