Bruder Konrad von Rüdigheim (Ru/e/ckingen), Komtur zu Frankfurt (Frankenford) und Balleier (balyer) des Johanniterordens in der Wetterau (Wettreybe), Bruder Heilmann Kolbendensel, Komtur, sowie der Prior und die Brüder der Johanniterkommende Mosbach (Maspach) verkaufen dem Priester Peter von Freudenberg (Frou/e/denberg) einen jährlichen Zins von 20 Pfund Heller. Der Zins gefällt von ihrem Gut und Zehnt in Dorndiel (Dorndal). Für diesen Zins sollen sie einen Priester bei dem Pfarrer von Mosbach anstellen, der eine ewige Messe zu Ehren der Jungfrau Maria lesen soll. Damit soll er innerhalb eines Monats nach dem Tod des Käufers beginnen. Bei Säumnis sind die Verkäufer verpflichtet, die Messe nach Mahnung durch den Dekan und das Kapitel des Stifts Aschaffenburg innerhalb eines Monats nachzuholen. Tun sie dies nicht, dann fällt der Zins an das Stift Aschaffenburg, das davon eine ewige Marienmesse stiften soll. Außerdem sollen die Verkäufer jedes Jahr einen Jahrtag für den Käufer und seine Magd (mait) Gisela (Gysel) mit Vigil und Seelmessen nach der Gewohnheit ihres Ordens begehen. Den Priester für die Marienmesse sollen Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg mit Zustimmung des jeweiligen Komturs in Mosbach bestellen. Der Balleier, der Komtur und die Brüder der Johanniterkommende in Mosbach bitten Dekan und Kapitel des Stifts, diese Aufgabe zu übernehmen. Sie verpflichten sich, alle bei dem Verkauf eingegangenen Verpflichtungen gewissenhaft zu erfüllen.