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Jasmund, Julius von (Bestand)
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Laufzeit: 1800 - 1879, (1911) und ohne Datum
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1827 - 1879
Der vorliegende Nachlass des Journalisten, Generalkonsul für Ägypten und Geheimen Legationsrats Dr. Karl Albert Julius Hel(l)mut(h) v. Jasmund (eigene Schreibweise "Helmut" gemäß Unterschrift in Nr. 2) gelangte im Jahre 1992 durch Schenkung von Frau Brigitte Veiel (Akz.: 33/1992) in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Weitere Unterlagen zu der Familie v. Jasmund und auch zu Julius v. Jasmund sind im Jahr 1992 in Privatbesitz verblieben.
Der dem Geheimen Staatsarchiv PK überlassene Nachlassteil besteht hauptsächlich aus Korrespondenz mit Persönlichkeiten, die im Staatsdienst tätig waren und behandelt zumeist den Austausch zu politischen Fragen und Geschehnissen, die unter anderem im Preußischen Wochenblatt, dessen Redakteur v. Jasmund war, veröffentlicht werden sollten. Er ist daher für die Beziehungen Preußens zu den deutschen Staaten und die politische Lage im Zeitraum von ca. 1850-1879 sehr aufschlussreich.
Ferner beinhaltet der Nachlass Unterlagen zu Erbschaftsangelegenheiten verwandter Familien von v. Jasmund (Nr. 1), eine umfangreiche Briefreihe, die v. Jasmund an seinen Bruder Karl (Nr. 10, 11) und den Prinzen Woldemar zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg gesandt hat (Nr. 15), Korrespondenz über Wochenblattangelegenheiten (Nr. 3, 6, 7, 8) und Briefe aus seiner Zeit in Ägypten (Nr. 5).
Bei der Nr. 19 war weder zeitlich noch inhaltlich ein Zusammenhang zum Nachlass erkennbar. Möglicherweise stammt der Brief aus den jüngeren Familienpapieren, die in Privatbesitz verblieben sind.
Der Nachlass wurde ursprünglich als Familienarchiv "I. HA Rep. 92 v. Jasmund" geführt. Mit Einführung der neuen Tektonik im Geheimen Staatsarchiv im Januar des Jahres 2001 wurde es in die neu gegründete VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe übernommen. Da außer der Nr. 1 mit den Nachlassangelegenheiten und der Briefe Julius v. Jasmunds an seinen Bruder (Nr. 10+11) keine weiteren Unterlagen mit Familienbezug im Nachlass enthalten sind, sondern sich das Schriftgut ausschließlich auf Julius v. Jasmund (und seine Frau Nr. 5, 9, 16) bezieht, wurde jetzt eine Aufstellung als Nachlass Julius v. Jasmunds vorgenommen.
Die Ordnung und Verzeichnung erfolgte durch die Unterzeichnende.
Laufzeit: 1800 - 1879, o.D. (1911)
Umfang: 0,3 lfm
Zu bestellen: VI. HA, Nl Jasmund, J. v., Nr. ...
Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Julius von Jasmund, Nr. ...
Berlin, Juni 2009
(AOInsp.in Sylvia Rose)
Literatur
zu v. Jasmund:
- Deutscher Biographischer Index (DBI). 2. kumulierte und erweiterte Ausgabe, Bd. 4. München 1998, S. 1628-1629 (zu einzelnen Personen der Familie v. Jasmund)
- T. B. Bringmann, Handbuch der Diplomatie 1815-1963. Auswärtige Missionschefs in Deutschland und deutsche Missionschefs im Ausland von Metternich bis Adenauer. München 2001, S. 73
- J. C. Struckmann unter Mitarbeit von E. Henning, Preußische Diplomaten im 19. Jahrhundert. Biographien und Stellenbesetzungen der Auslandsposten 1815-1870. Berlin 2003, S. 130 (auch Hinweis auf v. J.s Vater)
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, Gotha 1903, S. 403
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der uradeligen Häuser (für die Verwandten namens Schlieben), Gotha 1910, S. 688
- Nachruf aus Kölnischer Zeitung Nr. 362 vom 31.12.1879 und Reichs- u. Preuß. Staatsanzeiger 1879, Nr. 302 vom 24.12.1879
- Michael Behnen: Das Preußische Wochenblatt (1851 - 1861): nationalkonservative Publizistik gegen Ständestaat und Polizeistaat, Göttingen [u.a.] 1871
eigene Werke:
- Aktenstücke zur orientalischen Frage : nebst chronologischer Uebersicht / zsgest. von Julius v. Jasmund, Berlin [Bd. 1] 1855, Bd. 2 1856
- Übersetzungen in der Reihe "Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit in deutscher Bearbeitung":
- Die Annalen von St. Bertin und St. Vaast/ nach der Ausg. der Monumenta Germaniae übers. von Julius v. Jasmund. IX. Jh., Bd. 11 - 1857
- Ruotgers Leben des Erzbischofs Bruno von Köln/ Ruotgerus . X. Jh., Bd. 3 - 1851
- Nithards vier Bücher Geschichten/ Nithardus . IX. Jh., Bd. 6 - 1851
- Kaiser Ludwigs des Frommen Leben/ Theganus . IX. Jh., Bd. 4 - 1850
- Das größere Leben Kaiser Ludwigs des Frommen/ Astronomus. IX. Jh., Bd. 5 - 1850.
Die nachstehenden Lebensdaten wurden den unter "Literatur zu v. Jasmund" aufgeführten Quellen entnommen.
Lebensdaten des Dr. Karl Albert Julius Hel(l)mut(h) von Jasmund
20. September 1827 geboren in Wittenberg
Vater: Karl Friedrich Wilhelm Heinrich von, 17.9.1772 (laut Gotha 1782?) -22.4.1847, Landrat und Major
Mutter: Albertine Agnes Natalie geb. v. Schlieben (1800-1850)
Brüder: Ludwig Albert Theodor (1823-1884)
Karl Helmuth Maximilian (1832-1870), kgl. preuß. Hauptmann und Komp.-Chef im Inf.-Rgt Nr. 33
Besuch von Schulpforta
Studium der Geschichte und Staatswissenschaften in Berlin und Halle
Promotion in Halle
Mitarbeit an den Monumenta Germaniae
Nov. 1851-Jan. 1858 Redakteur des Preuß. Wochenblattes
Leitung des Preuß. Wochenblattes
25. Juli 1854 Heirat in Berlin mit Antonie Mathilde v. Gelbke (1825-1892)
2. Juni 1855 Geburt des Sohnes Karl Friedrich Maximilian Helmuth in Berlin
Jan. 1858-Mai 1859 Direktor der Zentralstelle für Preßangelegenheiten beim Staatsministerium
28. Januar 1859 Geburt der Tochter Elsbeth Emma Sophie Natalie in Berlin
seit 1859 zweiter, später erster Sekretär der preuß. Gesandtschaft am Bundestag in Frankfurt/Main
1864 Ernennung zum Gesandtschaftsrat
1866-1868 Legationsrat, Kommissar in der Liquidationskommission in Frankfurt/Main
bis 1870 beim Auswärtigen Amt
1870 Ernennung zum diplomatischen Agenten und Generalkonsul des Norddeutschen Bundes für Ägypten
1871-1875 Generalkonsul des Deutschen Reichs für Ägypten mit Sitz in Alexandria
30. März 1875 Ernennung zum Geheimen Legationsrat
28. Mai 1875 Eintritt in die Politische Abteilung des Ministeriums der Auswärtigen Angelegenheiten
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.