Asmus Schlegel von Unterweiler ("Weyler") [Stadt Ulm] bekennt, dass ihm die Pfleger Servatius Ehinger von Balzheim [Alb-Donau-Kreis] und Andreas Scheler sowie der Hofmeister Georg Segenschmid des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] auf Lebenszeit eine Selde des Spitals in Gögglingen ("Göckhlingen") [Stadt Ulm], die zuvor Lorenz Einschenk bewirtschaftet hat [vgl. A Urk. lfd. Nr. 3748 von 1554 November 6], verliehen haben. Dazu gehören Haus, Hofstatt und Garten im Dorf, 4,5 Tagwerk Wiesen und ein Grundstück in Fischerhausen [abgegangen nordwestlich von Wiblingen Stadt Ulm]. Er verpflichtet sich, die Selde in gutem Kulturzustand zu halten, nichts von ihren Zugehörungen zu verkaufen oder zu verpfänden und dem Spital davon jährlich 4 Imi und 2 Muth Roggen, 4 Imi und 2 Muth Hafer, 1 Pfund Heller, 3 Metzen Öl, 60 Eier, 2,5 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn sowie von den Wiesen 2 Gulden 1 Pfund und 5 Schilling Heller und von dem Grundstück 5 Schilling nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung sowie nach seinem Tod fällt die Selde wieder an das Spital zurück.