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NZfM 78 (5.1.1911), S. 11. Weimarische Zeitung Nr. 249, 23. Oktober, S. 1 [über das erste Abonnementskonzert]: Der Rezensent betont zunächst den besonderen Platz, den die Abonnementskonzerte inzwischen im Konzertleben der Stadt einnehmen und geht dann auf die Werke im Einzelnen ein. Besonders ausführlich sind jedoch seine Ausführungen zur „Eroica“, die Peter Raabe dirigierte. Der Rezensent deutet das Werk ganz im Sinn einer charakteristischen Symphonie, in welchem Beethoven seine Napoleon-Erfahrungen hat einfließen lassen: „Das gewaltige Werk des großen Tondichters fand eine Wiedergabe, die an Wirkung kaum noch zu übertreffen war. Pompös setzte das Allegro con brio ein, der Auftakt zu der unwiderstehlichen Epopöe, die der größte Meister der Tonkunst dem größten Meister der Kriegskunst Napoleon Bonaparte singen wollte. Dumpf und schwer dringt es aus dem Orchester, und dann schmettern die Trompeten, und weiter, unaufhaltsam weiter, rollt der Siegeswagen des Korsen, und weiter die gewaltige Schlachtenfuge Ludwig van Beethovens. Stürmisch ruft schallender Hörnerklang die Alte Garde zum Sturm, jubelnde Siegesklänge dringen empor zur Sonne von Austerlitz, und die Marzia funebre klagt gewaltig um die Gefallenen von Aspern. Es gelang dem Orchester, die einzelnen Stimmungen des Komponisten mit glücklicher Charakteristik wiederzugeben.“