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Hamlet Prinz von Dänemark
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Weimarische Zeitung, Nr. 227, 28.09.1869, S. 2: „[…] Die Darstellung des Hamlet durch Hrn. Barnay war eine noch unfertige, nach vielen Seiten unabgeklärte und ungleiche. […] Die Anerkennung aber können wir seiner Darstellung auch schon jetzt nicht versagen, daß dieselbe das ernsteste Streben nach geistiger Durchdringung seiner Aufgabe, daß sie überall bewußte und verständnißvolle Intentionen – ob immer die richtigen, lassen wir dahingestellt – und eine ehrliche und selbstverläugnende Arbeit an dem etwas harten und spröden und deshalb für den ‚Hamlet‘ von Hause aus nicht besonders günstigen Naturel des Künstlers bekundete.. Diese Arbeit, dieser offenkundig ernste Fleiß und manches im Einzelnen der Darstellung sehr Gelungene mögen die ihm von Seiten des Publikums gespendete Aufmunterung rechtfertigen; dasselbe hatte das ganz richtige Gefühl: Hr. Barnay ist noch kein Hamlet, aber er kann einer werden. Und das ist auch schon etwas.“ weitere Rezension: Die Deutsche Schaubühne, Bd. 10 (1869), Heft 10, S. 109f.: „Die beiden Liebhaber Hr. Reinhardt und Hr. Trotz suchten den Mangel an glänzenden Mitteln und an schwungvoller Auffassung wie an hinreißender Darstellungskraft durch Fleiß und strebsamen Eifer bestmöglichst zu ersetzen und dürften in nicht zu anspruchsvollen Aufgaben ziemlich ihren Platz ausfüllen. So fand sich Hr. Reinhardt mit dem Ferdinand von Drang [in: Er muß aufs Land] und dem Dr. Wahrberg [in: Eine kleine Erzählung ohne Namen] ungleich besser zurecht, als mit Clavigo und Laertes [in: Hamlet]. […] Von den alten Schauspielmitgliedern haben wir mit besonderer Auszeichnung des Hrn. Barnay als „Beaumarchais“ [in: Clavigo] und“Cäsar von Freimann“ [in: Er muß aufs Land] zu gedenken, während wir seinen Hamlet, den er übrigens, wie wir hörten, überhaupt zum ersten Mal spielte, nur als einen noch sehr unzulänglichen Versuch bezeichnen dürfen, in die Tiefen dieses mysteriösen Charakters ganz einzudringen, ihn von seinem innersten Kern heraus, mit harmonischer Auszeichnung seiner scheinbar schroffen Widersprüche, einheitlich zu gestalten und in gleichmäßigen künstlerischem Guß zur Anschauung zu bringen.“