Die Ulmer Bürgerin Barbara Peeler, Witwe des Jakob Roggenburger, bekennt: Vor einiger Zeit haben sich ihr verstorbener Ehemann und sie mit Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm wegen der von der Familie Falb, ihren Vorfahren mütterlicherseits, in der vormaligen Allerheiligenkirche in Ulm [abgegangen, Bereich Alter Friedhof] vor dem Frauentor [abgegangen, zwischen Frauenstraße 56 und 61, Lagerbuch Nr. 417] gestifteten Pfründe und Kaplanei dahingehend geeinigt, dass ihr Ehemann, sie und ihre Erben das Patronatsrecht für diese Pfründe auf Lebenszeit ausüben sollen [vgl. A Urk. lfd. Nr. 3415 von 1532 Februar 5]. Auf Bitte von Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm wurden nun aber diese Vereinbarungen geändert. Mit Zustimmung der Ulmer Bürger Veit Fingerlin und Eitel ("Eytel") Gienger, ihrer und ihrer noch unmündigen Kinder Ulrich, Jakob, Johann, Anna und Katharina Pfleger, sowie mit Zustimmung ihres Schwiegersohnes Klaus Beringer als Vertreter seiner Ehefrau, ihrer Tochter Barbara, hat sie das Patronatsrecht für die Kaplanei sowie deren Besitzungen und Einkünfte Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm übertragen. Dafür haben ihr die Pfarrkirchenbaupfleger Jodok ("Jos") Schad, Christian Harder und Simon Braun 400 Gulden Ulmer Stadtwährung bezahlt. Sie quittiert ihnen den Empfang des Geldes und verzichtet mit Zustimmung ihrer Pfleger und ihres Schwiegersohnes auf alle Rechte, die ihr und ihrer Familie bisher an der Kaplanei und ihren Besitzungen zugestanden haben.