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Religionsangelegenheiten und Sukzessionsdifferenzen zwischen den katholischen und reformierten Grafen zu Nassau vor dem Reichshofrat
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Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Mandat Kaiser Ferdinands II. wegen Religionsangelegenheiten in Nassau-Siegen (1628); Befehl des Mainzer Kurfürsten Anselm Casimir Wambolt von Umstadt an die Bürger der Stadt Siegen wegen des Besuchs der Pfarr- und katholischen Kirchen an Sonn- und Feiertagen und der Enthaltung calvinistischer Predigten (19.04.1642); Mandat Kaiser Ferdinands III. an Gräfin Margaretha zu Nassau-Siegen wegen der Siegenschen Sukzessionsstreitigkeiten (1643); Befehl des Mainzer Kurfürsten Anselm Casimir Wambolt von Umstadt an die Kaiserliche Kommission wegen unbeeinträchtigter Religionsausübung der reformierten Grafen zu Nassau (07.10.1643); Abschriften notarieller Beglaubigungen und Zeugenaussagen; Suppliken und Repliken der verwitweten, vormundschaftlich regierenden Gräfin Margaretha zu Nassau-Siegen an den Kaiser wegen bestehender Differenzen mit Ernestine Prinzessin von Ligne, Gräfin zu Nassau-Siegen (1644); Eingabe der geist- und weltlichen Vorsteher der katholischen Stände und Obrigkeiten der Grafschaft Siegen an den Kaiser wegen Störung ihrer Religionsfreiheit (30.01.1644); Suppliken und Repliken der Prinzessin Ernestine von Ligne an den Kaiser wegen des Siegenschen Sukzessionsstreits (1644-1645); Differenzen zwischen Wilhelm Graf zu Nassau-Siegen und Johann Moritz Graf zu Nassau-Siegen wegen ihrer Erbansprüche sowie wegen einer von König Gustav Adolph von Schweden erfolgten Schenkung an Graf Johann Moritz zu Nassau-Siegen (1632). Korrespondenten u.a.: Margaretha Gräfin zu Nassau-Siegen, Gesandter Johann Schweitzer (Renaix/Ronse, Brüssel, Siegen); Notar Petrus Dreyser Meiensis (Siegen), Ernestine Prinzessin von Ligne, Dr. Heinrich Crane (Wien).
127 Bl.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.