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Gau-Algesheim: Heintze Dientzel der Junge und Gudel, seine Frau, aus Gau-Algesheim bekunden, dass sie ein Pfund Heller ewige Gülte, Mainzer Währun...
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Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen >> 6 Orte, Buchstabe G >> 6.2 Gau-Algesheim
1392 Januar 20
Mainz, St. Stephan
Ausfertigung, Pergament, drei angehängte Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 1392 sabbato ipsa die sanctorum Fabiani et Sebastiani martyrum
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gau-Algesheim: Heintze Dientzel der Junge und Gudel, seine Frau, aus Gau-Algesheim bekunden, dass sie ein Pfund Heller ewige Gülte, Mainzer Währung, Martini nach Mainz fällig, dem Dechant und Kapitel des Stifts St. Stephan in Mainz für deren Präsenz für eine nicht genannte Summe verkaufen. Dafür setzen Sie verschiedene aufgezählte Güter als Unterpfand. Aufgetragen mit Halm und Mund vor den aufgezählten Schöffen und Schulheißen des Gerichts in Gau-Algesheim, die bekunden, dass Hintze Dintzel und Gudel vor dem Gericht Heynrich von Gerau, Kanoniker von St. Stephan und Amtmann die Unterpfänder aufgetragen haben nach Recht und Gewohnheit des Gerichts Gau-Algesheim.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Algesheim 1 pfund heller Von hauß und wingort vi intus und praesenz rechnung bey zinßs erkaufft anno 1392...
Vermerke (Urkunde): Siegler: Roist von Schönberg (Schonenberg), Ritter und Amtmann in Gau-Algesheim; Junker Henne von Wallertheim (Waldirtheim) und Junker Pedir Wintzing, beide Schöffen in Gau-Algesheim
maschinenschriftliches Vollregest liegt bei
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.