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Stadt Warendorf Urkunden
1624 März 3
Regest: Wie U 614. Empfänger: Anthon Konthum, der Lizentiat und Syndikus des Münsterschen Domkapitels, und Clara Wedehoven, Eheleute. Verkaufssumme: 700 Reichstaler, Rente 42 Reichstaler. Es bürgen die Warendorfer Bürger: 1. Johann Buxlo sen., Witwer, der sein Haus auf der Oststraße in Warendorf zwischen Johann Beermann und Heinrich Clauss, sowie seinen Kamp gen. "der Sotenkamp" vor dem Münstertor "nach der Lutteken Heide" zwischen Hartlieb Hesselings Kamp und der Sotenstraße, stoßend einerseits auf den Kamp des Henrich Hertzebroch andererseits auf die Sotenstraße, verpfändet; 2. Johann Haver und Magdalene Sidinghaußen, Eheleute, die ihr Haus in der Oststraße zwischen Hermann Linnings und des verstorbenen Peter Hiltermans Häusern verpfänden; 3. Hermann Stove und Elsa Hesseling, Eheleute, die ihr Haus in der Emsstraße zwischen Johann Gerlich und des verstorbenen Henrich Eßelings Häusern, sowie "den Seekenkamp" vor dem Freckenhorster Tor am Siechenhaus stoßend an einem Ende auf den Freckenhorster Weg und am anderen auf den Kamp des gewesenen Bürgermeisters Werner Pagenstecher verpfänden. Unterschrift des Johannes Consbruch, Secretarius und der drei Bürgen.
Ausfertigung - Pergament 30 x 48,5 cm; anhängendes Sekretsiegel in Holzkapsel. Rückvermerk des Bern. Tondorff von 1697 April 29 über Rückzahlung. Abschrift des 18. Jhdts. beiliegend. Durch Schnitte kassiert. Bisher U 131.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.