Die Brüder Gerd Morryenn, Erbmarschall des Stifts Münster, und Dietrich Morryen bekunden, daß Herr Heinrich von Schwarzburg, ehemals Bischof zu Münster und Adminstrator zu Bremen, ihrem verstorbenen Großvater, Herrn Gerd Morryen, Ritter, 100 goldene rheinische Gulden Jahresrenten aus dem Amt und slatte zu Lüdinghausen unter der Bedingung jährlicher Wiederlöse für 2000 Goldgulden verkauft habe. Darauf habe Herr Konrad, Bischof zu Münster und Adminstrator zu Osnabrück, Herrn Dietrich von Heydden, Domherrn und Sangmeister zu Münster, slath und Amt samt Zubehör verkauft und ihn ermächtigt, alle Pfandschaften einzulösen. Die Aussteller bestätigen nun, daß Dietrich von Heydden ihren Vormündern, Herrn Bernd von Lynthloe, Domherrn zu Münster, und den Brüdern Bernd und Friedrich Wulff, die erwähnte Ablösesumme, die ihre selige Mutter zu ihrem Nutzen verwandt habe, gezahlt habe. Den zugehörigen Kaufbrief habe Herr Dietrich erhalten. Die Aussteller bekunden, diese Forderung nicht mehr zu haben. Siegler: die Aussteller, auch für ihre Geschwister. Zeugen: Herr Winold Rodde underr Germ(m)en Heckynck, Domvikare zu Münster. Datum a.D. 1516 crastino Nicolai episcopi.