Bischof Hermann von Münster macht bekannt, daß der Edle Rutholf von Steinfurt (Stenvurdhe) sich auf einer Synode darüber beklagt hat, daß er im Besitz des Zehnten von Schermbeck (Schirenbeke), den er von dem Bischof zu Lehen hat, von dem Abt von Werden gewaltsam belästigt wird. Angesichts der Schwierigkeiten, die Sache gerecht zu entscheiden, erklärte sich Abt Heribert von Werden bereit, seine Sache vor Gericht zu vertreten und den Wahrheitsbeweis für seine Ansprüche zu liefern. Rutholf hat daraufhin verzichtet und von der Synode dem Abt und der Kirche von Schermbeck die Zehnten zugestanden. Der Bischof bestätigt dies mit seinem Bann. - Zugegen waren Dompropst Bernhard, Domdekan Bernhard, Propst Udo von St. Paul, Propst Hermann von St. Mauritius, der Vitztum Franco, der oberste Schulmeister Dietrich, Albert, Magister Heinrich, Kantor Thietmar, die Kustoden Hezelo und Wezelo, Abt Hermann von Cappenberg, Abt Werinbold von Varlar, Propst Erenwart von Clarholz, die Edlen Gottschalk von Lon, Constantin von [Ber]ge, Gottschalk von Elen, Wibold von Horstmar sowie viele andere Geistliche und Laien, Edle und Ministerialen, die an der Synode teilnahmen. - Actum est ...